Scharia-Polizei patrouilliert durch Wuppertal: Warum der Fall neu verhandelt wird

Die „Scharia-Polizei“ patrouillierte 2014 in Wuppertal, jetzt wird ein neuer Prozess angeordnet.
Die „Scharia-Polizei“ patrouillierte 2014 in Wuppertal, jetzt wird ein neuer Prozess angeordnet.
Foto: dpa/Oliver Berg
  • Neuer Prozess um die „Scharia-Polizei“ aus Wuppertal
  • Islamisten liefen im September 2014 mit Warnwesten durch die Stadt
  • Initiator der Aktion hat sich öffentlich entschuldigt

In Wuppertal startet am 20. Mai ein neuer Prozess um die „Scharia-Polizei“. Der Fall wird jetzt laut dpa am Landesgerichtshof der Stadt neu verhandelt, nachdem der Bundesgerichtshof eine Neuauflage angeordnet hat. Doch warum wird der Fall neu aufgerollt?

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Islamisten patrouillierten als „Scharia-Polizei“ in der Wuppertaler Innenstadt

Islamisten hatten sich im September 2014 mit gelben Warnwesten mit dem Slogan „Sharia Police“ in Wuppertal in der Innenstadt aufgestellt. Sie verteilten zudem gelbe Flyer mit den Regeln der Scharia. Der Name steht für die strengen Verhaltensregeln der radikalen Muslime wie keine Musik hören oder keine Konzerte besuchen. Der mutmaßliche Organisator der Aktion, Sven L., hat sich nach dem Auftritt im Internet entschuldigt. „Der Name war vielleicht sehr provokant. Vielleicht war es auch ein Fehler von uns.“

Tätern drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis

Die Täter wurden im ersten Prozess freigesprochen mit der Begründung, dass die Aktion keine Zeugen in der Stadt eingeschüchtert hätte. Im neuen Prozess über vier Tage drohen den Islamisten jetzt bis zu zwei Jahren Gefängnis. Am ersten Tag schwiegen die Täter zu den Vorwürfen laut WDR. Organisator Sven L. wurde schon vorher wegen schwerer Terrorhilfe zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verhaftet, ist jetzt aber auf Bewährung wieder frei. Er soll am Freitag vor dem Wuppertaler Landesgericht aussagen.(el)

 
 

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