Gelsenkirchener (23) sprang mit fremdem Kind (5) vor einlaufenden Zug in Wuppertal – was dem Mann jetzt droht

Der schreckliche Vorfall geschah am Hauptbahnhof in Wuppertal. (Symbolbild)
Der schreckliche Vorfall geschah am Hauptbahnhof in Wuppertal. (Symbolbild)
Foto: imago/Westend61

Wuppertal. Mitte April spielte sich der blanke Horror am Hauptbahnhof Wuppertal ab: Eine fünfköpfige Familie stand nichtsahnend am Bahnsteig, als sich plötzlich ein Unbekannter das älteste der drei Kinder schnappte und auf die Bahngleise sprang.

Die Eltern und Geschwister des Fünfjährigen mussten tatenlos mit ansehen, wie der einfahrende Zug beide überrollte. Wie durch ein Wunder überlebten beide. Das Kind zog sich lediglich Schürfwunden zu, während der 23-Jährige unverletzt blieb. Er hatte sich zusammen mit dem Jungen flach auf die Gleise gelegt (>>> hier kannst du alle Details zu dem schrecklichen Vorfall nachlesen).

Horror-Tat in Wuppertal: Gelsenkirchener in der Psychiatrie

Dem 23-Jährigen droht die dauerhafte Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie.

Am 23. Oktober werde das Sicherungsverfahren gegen den Gelsenkirchener beginnen, teilte ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Montag mit.

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Anklage wegen versuchten Mordes

Nun muss sich der mutmaßliche Täter wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ein Facharzt habe bei dem Mann eine Schizophrenie diagnostiziert.

Er soll zur Tatzeit nicht schuldfähig gewesen sein. Das Drama hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr und viele Reisende. Der 23-Jährige hat nach Angaben der Behörden die indische Staatsangehörigkeit.

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wurde öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. (ak/dpa)

 
 

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