„Bild der Verwüstung“: Haus explodiert in Wuppertal – drei Schwerverletzte, es wird niemand mehr vermisst

Das Haus  in Wuppertal-Langerfeld ist nach der Explosion in der Nacht akut einsturzgefährdet, die Ruine nicht begehbar.
Das Haus in Wuppertal-Langerfeld ist nach der Explosion in der Nacht akut einsturzgefährdet, die Ruine nicht begehbar.
Foto: dpa

Wuppertal. In Wuppertal hat es am späten Samstagabend eine heftige Explosion in einem mehrstöckigen Wohnhaus gegeben. Fünf Menschen wurden laut Polizei Wuppertal dabei verletzt, vier davon schwer.

Das Haus an der Lenneper Straße in Wuppertal-Langerfeld stürzte zum Teil ein und ist fast komplett zerstört.

Es war zunächst nicht auszuschließen, dass sich auch am Sonntagmorgen noch Menschen in dem Haus befinden. Später am Vormittag, nachdem auch Suchhunde in die Ruine geschickt worden waren, hat sich dieser Verdacht aber als nicht zutreffend erwiesen.

Fünf Personen wurden bei der heftigen Explosion verletzt, drei von ihnen schwer. Sie befinden sich noch in unterschiedlichen Krankenhäusern. Alle übrigen Bewohner konnten bei Angehörigen unterkommen.

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Haus explodiert in Wuppertal: „Dachgeschoss regelrecht weggesprengt“

Zeugen riefen gegen 23.50 Uhr am Samstagabend die Feuerwehr, weil ein ohrenbetäubender Knall zu hören war und das Mehrfamilienhaus an der Lenneper Straße brannte.

Den Einsatzkräften bot sich nach ihren eigenen Angaben „ein Bild der Verwüstung“: Ein großer Teil des Hauses mit drei Etagen und einem Dachgeschoss war regelrecht weggesprengt. Die Fassade sowie die Böden mehrerer Stockwerke und das Dach fehlten. Aus den Trümmern stiegen auch am frühen Sonntagmorgen noch Rauchschwaden auf.

Ein von Hausteilen getroffenes Auto stand als Totalschaden auf der Straße.

Bewohner rennen um ihr Leben

Meterhohe Flammen loderten nach der Explosion in mehreren Etagen. Etliche Bewohner - auch der Nachbarhäuser - rannten ins Freie.

Andere waren vom Fluchtweg durchs Treppenhaus abgeschnitten und riefen aus den Fenstern um Hilfe. Die Retter brachten die eingeschlossenen Menschen über Drehleitern in Sicherheit.

Die Brandmauer zum direkten Nachbarhaus schien der Detonation standgehalten zu haben.

Im explodierten Haus könnten noch Menschen eingeschlossen sein

Die Feuerwehr fuhr in der Nacht zum Sonntag mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle. Da das Haus vom Einsturz bedroht war, rückte das Technische Hilfswerk an. Die Fachleute begannen damit, das Gebäude abzustützen.

Die Einsatzleiter lotsten immer wieder Verstärkung zu dem brennenden Gebäude. Hilfskräfte kamen auch aus benachbarten Städten herbei. Sie bekämpften die Flammen von der Vorder- und der Rückseite des Hauses. Die Löscharbeiten wurden aber durch die Gefahr von nachrutschenden Gebäudeteilen immer wieder beeinträchtigt.

Die Flammen waren auch am frühen Sonntagmorgen noch nicht vollständig gelöscht.

Die Retter konnten zu dem Zeitpunkt auch noch nicht sagen, ob noch hilflose Menschen in dem Haus sind. „Die Arbeiten werden dadurch erschwert, dass das Gebäude derzeit akut einsturzgefährdet ist und noch nicht betreten werden kann“, teilte die Polizei mit.

Nach Einsatz von Suchhunden: Keine Menschen mehr im eingestürzten Haus

Später am Sonntag dann die erlösende Nachricht: „Ein Abgleich mit Aussagen der Bewohner, die sich haben retten können, hat ergeben, dass niemand mehr im Haus war“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr.

Auch Suchhunde waren in die Überreste der Etagen gebracht worden, um nach Überlebenden zu suchen. Wie viele Menschen in dem Wohnhaus gemeldet waren, wurde zunächst nicht bekannt.

Ruine ist nicht begehbar

Die Ruine sei nicht begehbar, heißt es von der Feuerwehr. „Jetzt, wo die Menschenrettung soweit abgeschlossen ist, versuchen wir die Situation rund um das Gebäude stabil zu halten“, sagt der Sprecher.

„Wie es zu der Explosion kam und was es dafür Hintergründe gibt, ist noch ganz und gar unklar“, teilt die Polizei mit.

Die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht zu Sonntag die Ermittlungen aufgenommen und einen Sachverständigen für Brand- und Explosionsursachen hinzugezogen. (lin/dpa)

 
 

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