Witten

Wittenerin (43) schlägt auf syrische Familie ein und zeigt Hitlergruß - dafür geht es jetzt in den Knast

Das Bochumer Landgericht verurteilte eine Wittenerin zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis.
Das Bochumer Landgericht verurteilte eine Wittenerin zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis.
Foto: Funke Foto Services
  • Die Frau beleidigt die Familie und schlägt sogar auf die kleine Tochter ein
  • Zu allem Überfluss zeigt sie dann noch den Hitlergruß
  • Dafür muss sie jetzt knapp zwei Jahre ins Gefängnis

Witten. Eine Wittenerin (43) rastete auf offener Straße aus und benahm sich komplett daneben. Sie hatte eine syrische Familie angegriffen und beleidigt. Dafür wurde sie jetzt vom Bochumer Landgericht bestraft, wie die WAZ berichtet.

Im November 2015 war die Frau auf der Annenstraße in Witten unterwegs und traf auf dem Gehweg auf eine Syrerin (31), die ihr mit ihrem Mann (33) und ihrer kleinen Tochter entgegenkam. Die Angeklagte fragte die Familie, ob sie Ausländer seien. Als diese das bestätigten, soll die Frau sie zunächst wüst beschimpft haben.

Angeklagte bestreitet die Tat

„Ausländer müssen Platz machen! Frauen mit Kopftuch müssen raus aus Deutschland!“ Anschließend soll sie mit ihrer Tasche der Tochter auf den Kopf und der Frau auf die Schulter geschlagen haben. Zu allem Überfluss zeigte sie dann auch noch den Hitlergruß.

Aufgrund diverser Vorstrafen sprach das Gericht von erheblicher krimineller Energie und ausgesprochen dissozialen Verhalten der Angeklagten. Sie selbst bestritt die Tat. „Ich habe nichts gegen Ausländer“, erklärte die Angeklagte vor Gericht.

Sie war erst drei Monate aus dem Gefängnis raus

Dennoch verurteilte das Bochumer Landgericht die Frau wegen Körperverletzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisation zu einem Jahr und neun Monaten Haft.

Strafmildernd kam ihr dabei sogar noch zu Gute, dass sie zur Tatzeit alkoholbedingt enthemmt war und seitdem nicht wieder straffällig geworden ist. Ein weiteres interessantes Detail: Zum Tatzeitpunkt war die Frau gerade erst drei Monate wieder auf freiem Fuß. Deswegen sei die Aussetzung der Strafe auf Bewährung keine Option, so das Gericht.

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier nachlesen.

(fr)

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