Düsseldorf

„Wir-kaufen-dein-Auto“: Verbraucherzentrale berichtet über zahlreiche Kundenbeschwerden

Laut Verbraucherzentrale soll es zahlreiche Kundenbeschwerden über das Gebrauchtwagenportal „Wir-kaufen-dein-Auto“ geben. (Symbolbild)
Laut Verbraucherzentrale soll es zahlreiche Kundenbeschwerden über das Gebrauchtwagenportal „Wir-kaufen-dein-Auto“ geben. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Düsseldorf. Zahlreiche Kundenbeschwerden soll es über das Gebrauchtwagenportal „Wir-kaufen-dein-Auto“ geben. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Verbraucherzentrale NRW hervor.

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Dem Bericht zufolge hätten Millionen Autobesitzer ihre Fahrzeugdaten in den Onlinerechner eingegeben und einen besonders guten Ankaufpreis erhalten. Dieser Preis sei später aber bei einer anschließenden Begutachtung des Autos vor Ort regelmäßig sehr viel geringer eingeschätzt worden.

Beispielsweise von 4.500 auf 2.800 Euro - oder auch von 2.222 auf 263 Euro. Als Begründung sei beispielsweise genannt worden, dass Dieselfahrzeuge aktuell nicht so gefragt seien. Die Verbraucherzentrale bemängelte dabei, dass dieser Fakt bereits vorher bekannt gewesen sei.

Test endete im Zahlen-Chaos

Ein von der Verbraucherzentrale NRW begleiteter Test sei demnach im Zahlen-Chaos geendet. „Für einen fünf Jahre alten Citroën Berlingo schrumpfte der Online-Lockpreis nach der Prüfung um satte 55 Prozent: von 5976 auf 2679 Euro“, erklärt die Verbraucherzentrale.

„Wir kaufen dein Auto“ habe zudem regelmäßig Zeitdruck erzeugt. „Gerade mal fünf Tage sollte beispielsweise die Berlingo-Offerte gelten.“ Während der kurzen Frist hätte sich die Firma drei Mal per E-Mail gemeldet und jedes Mal das Angebot erhöht, das final bei 3082 Euro lag. Ein Aufschlag von 403 Euro.

Besserer Preis mit Inserat

Auf Nachfragen bezüglich dieses Vorgehens habe sich die Firma nicht äußern wollen. Die Verbraucherzentrale teilt mit, dass viele Kunden per Inserat einen besseren Preis erzielt hätten, wenn sie ihr Auto nicht an das Startup verkauft hätten. Die Zentrale verkaufte den Berlingo schließlich für 5.000 Euro.

 
 

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