Wieder Geisterfahrer auf der A33: Crash knapp verhindert

In der Nacht zu Montag waren wenige Kilometer entfernt drei Menschen bei einem Unfall getötet worden. Die Polizei vermutet einen Geisterfahrer.
In der Nacht zu Montag waren wenige Kilometer entfernt drei Menschen bei einem Unfall getötet worden. Die Polizei vermutet einen Geisterfahrer.
Foto: Marc Köppelmann/dpa
Wenige Stunden nach dem tödlichen Unfall vom Montag ist ein 85-Jähriger in falscher Richtung auf die A33 gefahren. Mann konnte gestoppt werden.

Paderborn.. Wenige Stunden nach einem noch ungeklärten tödlichen Unfall auf der A33 bei Paderborn ist dort am Montag eine weitere folgenschwere Karambolage verhindert worden. Nur durch Vollbremsungen konnten zwei Autofahrer einem Crash mit einem Geisterfahrer entgehen, wie die Polizei am Dienstag berichtete.

Drei Tote bei Unfall in der Nähe wenige Stunden zuvor

Ganz in der Nähe hatte es zuvor einen Frontalzusammenstoß mit drei Toten gegeben – einer von ihnen vermutlich ebenfalls ein Falschfahrer. Am Montagnachmittag war nach Polizeiangaben ein 85-Jähriger bei Salzkotten in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren.

Um nicht mit dem entgegenkommenden Falschfahrer zu kollidieren, hätten zwei Fahrzeuge eine Vollbremsung gemacht. Einer von ihnen, ein 64 Jahre alter Lieferwagenfahrer, beobachtete, wie der Geisterfahrer auf der Autobahn wendete. Er verfolgte den Wagen und verständigte die Polizei. Die konnte ihn kurze Zeit später stoppen und seinen Führerschein beschlagnahmen.

Polizei geht weiter von Geisterfahrt aus

Ihn erwartet ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Zu dem tödlichen Unfall auf der A33 in der Nacht zuvor und nur wenige Kilometer entfernt konnte die Bielefelder Polizei am Dienstag noch keine genauere Angaben machen. Es bestehe "weiter der Verdacht, dass der Verkehrsunfall durch eine Falschfahrt verursacht worden sein könnte".

Die A33 war am Montagnachmittag noch einmal für eine ergänzende Spurensuche gesperrt worden. Ein Sachverständiger werte weiterhin die Spuren des Unfalls aus. Es sei nicht absehbar, wann er sein Gutachten zum Hergang des Unfalls abgeben könne.

Wenn sich der Verdacht bestätigt, ist es die vierte Geisterfahrt mit tödlichem Ausgang in NRW seit September. Zuletzt hatte ein Geisterfahrer auf der A3 einen 29-Jährigen mit in den Tod gerissen. Der 47 Jahre alte Falschfahrer war bei einer Routinekontrolle vor der Polizei geflüchtet und hatte auf der Autobahn gewendet. Im Oktober starb ein junges Paar bei der Kollision mit der einem 36 Jahre alten Bochumer, der ihnen auf der A43 bei Witten-Heven auf ihrer eigenen Spur mit Fernlicht entgegen kam. (dpa/red)

 

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