Wetter: Riesen-Überraschung an Heiligabend? Darum könnte es weiße Weihnachten 2019 geben

Wie wird das Wetter am Weihnachten? Es bleibt ein wenig Hoffnung auf weiße Weihnacht.
Wie wird das Wetter am Weihnachten? Es bleibt ein wenig Hoffnung auf weiße Weihnacht.
Foto: dpa

Als Kind saßen wir schon sehnsüchtig hinter dem Fenster und haben auf den Nikolaus oder das Christkind gewartet, gepaart mit Schnee ist diese Verlockung nur umso größer. Doch wird dieser Traum dieses Jahr tatsächlich mal wieder in Erfüllung gehen? Wie wird das Wetter an Weihnachten?

Natürlich können Experten einige Wochen vor dem Weihnachtsfest keine hundertprozentigen Vorhersagen machen, sondern nur Prognosen abgeben. Frühestens fünf bis zehn Tage vor dem Fest können aussagekräftige Infos erfolgen. Wenn das Wetter so eisig bleibt wie Anfang Dezember steigt die Hoffnung allerdings ein wenig,

Wetter an Weihnachten: Wird es Schnee an Heiligabend geben?

Nicht neu beim Wetter an Weihnachten ist allerdings: Der Klimawandel nimmt negativen Einfluss auf die Schnee-Fantasien. Aus einer weißen Pracht in der Landschaft werden zunehmend grüne Wiesen.

Diese Winterprognose machte schon Wetter-Experte Dominik Jung Ende Oktober. Demnach werde der Winter noch milder als in den vergangenen Wochen berechnet. „Es sieht nach einem sehr warmen Winter aus“, machte Jung deutlich.

Experten mit erschreckender Winterprognose für 2019/2020

Denn wie der US-Wetterdienst NOAA berechnet habe, wird es in weiten Teilen Europas, auch in Deutschland, im Schnitt um insgesamt drei Grad wärmer. Doch nicht nur werde der Dezember deutlich zu warm. In Osteuropa sollen die Werte im Januar dann sogar um vier Grad mehr ansteigen als im langjährigen Durchschnittswert gemessen.

Auf dieses Wetter-Phänomen steigen auch die Meteorologen von wetter.com ein. „Zwar sieht eine gute Grundlage für weiße Weihnachten 2019 definitiv anders aus“, räumen die Experten ein. Doch dabei darf nicht vergessen werden, dass sich der NOAA-Trend nur auf das Monatsmittel bezieht, um danach einen Satz hinterherzuschieben, der etwas Hoffnung macht: „Kalte Witterungsphasen sind im Dezember - vielleicht sogar zu Weihnachten - also nicht komplett ausgeschlossen.“

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Wenn man sich allerdings nicht die Allgemeinprognosen der Statistik, sondern die tagesgenauen Berechnungen des „Climate Forecast System“ (CFS) anschaut, dann wird es zum jetzigen Zeitpunkt wohl nichts mit weißer Weihnacht an Heiligabend. „Das CFS-Modell tendiert zu einer milden Strömung am 24. Dezember“, erklärt Meteorologe Hartmut Mühler von wetter.com. Doch sich darauf zu verlassen, ist noch zu früh. „Die Varianz ist riesig“, meint er.

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Kältephase im vergangenen Jahrhundert:

  • Obwohl die Temperaturen seit dem frühen 18.Jahrhundert eigentlich stetig steigen, gab es eine Kühlphase zwischen dem Ende der 1930er-Jahre und den späten 1960er-Jahren
  • Als besonders kalt gelten die Winter in den Jahren 1939/1940, 1941/1942, 1946/1947 sowie 1962/1963
  • In Europa fiel etwa 1962 bereits im November Schnee, in Osteuropa fielen die Temperaturen auf minus 40 Grad Celsius
  • Die Kälte zeigte sich auch sehr bildlich. So schwammen im Winter 1962/1963 auf dem niederländischen Wattenmeer ganze Eisberge und der gesamte Bodensee war zugefroren. Das war davor zuletzt 1830 der Fall - und kam seit 1963 kein einziges Mal mehr vor

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Weiten die Wetter-Experten die Berechnungen der Modelle auf astronomische Phänomene aus, dann könnte kaltes Bibber-Wetter an Weihnachten durchaus wahr werden. Denn: Die Sonnenfleckenaktivität ist derzeit sehr gering, das sei durchschnittlich alle elf Jahre so. Und im Winter um das Jahr 2009 soll es besonders kalt gewesen sein. „Die astronomische Theorie spricht für kalte Weihnachten“, so Mühler.

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Weiße Weihnacht:

  • Die Annahme, dass es früher sehr regelmäßig Weiße Weihnacht gab, ist nicht ganz richtig
  • Kachelmannwetter hat ausgewertet, dass es seit 1950 in deutschen Großstädten an Weihnachten selten geschlossene Schneedecken gab: Hamburg (12 mal), Berlin (16 mal), Köln (4 mal), Frankfurt (11 mal), München (25 mal)
  • Besonders prägnant ist dabei Weihnachten 1964, als fast ganz Deutschland von Schnee bedeckt war, gleiches war 1986 der Fall
  • Generell waren die Weihnachten zu Beginn der 1960er-Jahre besonders kalt
  • Es gab aber auch immer wieder warme Weihnachten, wie etwa 1977, 1983 oder 1997
  • Allerdings fällt ins Auge, dass die Zahl der warmen Weihnachten zuletzt deutlich zunahm. Mit Ausnahme der enorm kalten und schneereichen Weihnacht von 2010, war es an Weihnachten fast durchgängig recht mild

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Also, noch musst du den Kopf nicht in den Sand stecken. So verrückt wie das Wetter in diesem Jahr gespielt hat, ist es doch durchaus möglich, dass die Schneeflocken an Heiligabend vom Himmel fallen. Nur Geduld! (js)

 
 

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