Sturm „Ignatz“ tobt in NRW ++ Innnenminister Reul mit wichtiger Botschaft ++ Orkanböen bis zum Abend möglich

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

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Schon in der Nacht zum Mittwoch ist Sturm „Ignatz“ durch NRW gezogen, am Donnerstag fegt er weiter über das Bundesland. Das Wetter in NRW bleibt also zunächst stürmisch. Auch Tornados seien nicht ausgeschlossen, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Das hat Folgen für die Menschen in NRW: Der Fernverkehr steht zeitweise still, Bäume stürzen auf Straßen, Parks und andere Einrichtungen bleiben geschlossen. Wir halten dich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden!

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Wetter in NRW: Sturm hat Folgen für die Menschen in NRW

17.39 Uhr: Bis zum Abend Orkanböen möglich

Bis zum Abend sind laut den Wetterdiensten weiterhin Orkanböen mit zu 80 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit möglich. Zum Abend nimmt der Wind dann weiter ab, ab Freitagvormittag wird es aber wieder stürmisch.

16.06 Uhr: Weiterhin viele Linien der Bahn im Regionalverkehr eingeschränkt unterwegs

Durch das Sturmtief in NRW sind immer noch viele Linien im Regionalverkehr der Bahn eingeschränkt. Hier kannst du nachgucken, ob auch deine Linie betroffen ist >>>.

13.37 Uhr: Feuerwehr rüstet sich für den Nachmittag – Innenministerium mit wichtiger Botschaft

Gute Nachrichten aus Bochum: „Die Lage durch das Sturmtief Ignaz hat sich in Bochum entspannt. Wir haben keine Einsätze mehr offen,“ schreibt die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der Wind ab 15 Uhr wieder auffrischen könnte. „Bis dahin rüsten wir uns wieder auf.“

Auch aus weiteren NRW-Städten gibt es gute Nachrichten: Trotz zahlreicher Einsätze für die Feuerwehren sind nach Angaben des Innenministeriums von NRW größere Schäden durch das Sturmtief zunächst ausgeblieben. Bis zum Morgen hatten die Feuerwehren 366 Einsätze gezählt, schwerpunktmäßig in den Regierungsbezirken Arnsberg (110) und Köln (79). Rund 1800 Kräfte seien im Einsatz gewesen. Sie hätten vor allem umgestürzte Bäume oder liegengebliebene Fahrzeuge beseitigt. Die Polizei zählte bis zum Morgen 36 witterungsbedingte Verkehrsunfälle - jedoch ohne Schwerverletzte.

Dennoch mahnte das Innenministerium weiter zur Vorsicht: „Wenn Sie sich unbedingt im Freien aufhalten müssen, meiden Sie Wälder und achten Sie auch in den Städten auf herumfliegende und herabfallende Objekte. Ein gelegentlicher Blick in Baumkronen oder auf Dächer in Ihrer Nähe kann Leben retten“, sagte Innenminister Herbert Reul laut Mitteilung.

13.05 Uhr: Die Bahn fährt wieder in NRW

In NRW hat die Deutsche Bahn den Fernverkehrsbetrieb wieder aufgenommen. Nach einem kurzfristigen, unwetterbedingten Ausfall hat die Bahn bekannt gegeben, dass die Fernvekehrszüge wieder fahren. Es kann allerdings an einigen Stellen noch zu Folgeverspätungen kommen. Es lohnt sich also, vor Abfahrt auf jeden Fall noch einmal die Verbindung zu prüfen.

13.03 Uhr: Die A44 ist wieder befahrbar

Die Autobahn GmbH teilt mit: Die A44 ist wieder komplett befahrbar. Die Autobahn war in Höhe des Tagebaus Garzweiler kurzfristig vollgesperrt.

12.34 Uhr: A44 beim Tagebau Garzweiler gesperrt

Die A44 ist zwischen dem Dreieck Jackerath und dem Kreuz Holz derzeit vollgesperrt. Grund dafür ist der Sturm, der derzeit über NRW tobt. Die Autobahn, die mitten durch den Tagebau verläuft, ist bei Wind besonders gefährlich. Die Sperrung wird aufgehoben, wenn die Gefahr vorüber ist.

12.06 Uhr: Unwetter in Dortmund „vergleichsweise harmlos“

Etwas weniger Arbeit als ihre Kollegen aus Essen und Bochum hatte die Feuerwehr Dortmund. Sie zählen 14 Einsätze, darunter „ein Pavillon, der nicht an seinem Platz bleiben wollte“, berichten sie bei Twitter. In Dorstfeld sei außerdem ein dicker Ast auf ein Auto gefallen, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Einsatzkräfte raten den Bürgern, weiterhin gut aufzupassen.

12.05 Uhr: Zelt umgeweht! Feuerwehr Bochum wird zu 40 Einsätzen gerufen

Auch die Feuerwehr Bochum ist seit 4.30 Uhr immer wieder im Unwetter-Einsatz. Bis 11 Uhr hat Sturtief „Ignatz“ 40 Einsätze ausgelöst. „Bisher waren umgestürzte Bäume und ein umgewehtes Zelt Schwerpunkt unserer Arbeit“, schreiben die Feuerwehrleute.

11.55 Uhr: Kreuz droht von Kirchdach zu stürzen

Gefährliche Situation in Essen-Heidhausen. An der Kirche St. Kamillus hat eine Sturmböe nahezu das Kreuz vom Kirchdach gerissen. „Es hängt derzeit am seidenen Faden“, sagt Pressesprecher Mike Filzen. Die Feuerwehr hat sicherheitshalber das Gebiet um die Kirche abgesperrt, um Passanten zu schützen. Die Feuerwehr hat Höhenretter angefordert, die das Kreuz sichern sollen. Wie genau vorgegangen wird, steht noch nicht fest.

Rund 50 Mal sind die Einsatzkräfte bislang unwetterbedingt ausgerückt. Grund waren hauptsächlich umgestürzte Bäume, löse Äste oder lose Dachteile.

11.37 Uhr: Baum stürzt in Oberhausen auf Oberleitung

Die Feuerwehr Oberhausen zählt seit 6 Uhr insgesamt 26 sturmtiefbedingte Einsätze. Die orkanartigen Böen haben zu umgestürzten Bäumen, losen Dachziegeln oder losen Ästen auf Gehwegen oder Straßen geführt.

Besonders heikel: Auf der Hermann-Albertz-Straße in Alt-Oberhausen stürzte ein Baum auf eine Oberleitung der Deutschen Bahn. Das sorgte für Einschränkungen im Bahnverkehr. In Holten stürzte zudem ein Baum auf ein Wohngebäude. Dadurch wurde das Dach des Gebäudes leicht beschädigt. Zum Glück gibt es bislang keine verletzten Personen. Im Einsatz sind Freiwillige Feuerwehr Mitte und Süd, Kräfte der Berufsfeuerwehr und ein Fachberater vom Technischen Hilfswerk (THW).

11.21 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr

Die Bahn hat wegen der Wetterlage den Fernverkehr in NRW eingestellt. Die Maßnahme sei vorübergehend aufgrund von Unwetterschäden erfolgt, teilte die Bahn mit.

Alle Verbindungen von und nach Nordrhein-Westfalen seien unterbrochen. Das gilt etwa für die Strecken nach Hamburg, Hannover, Kassel und Frankfurt am Main. Der DB Navigator gibt Auskunft über die aktuellen Verbindungen.

Fahrgäste, die ihre Fahrt für den 21. Oktober bereits gebucht haben und diese verschieben möchten, können ihr Ticket für den Fernverkehr ab sofort bis sieben Tage nach Störungsende flexibel Nutzen. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden.

11 Uhr: Kommunen bereiten sich auf „Ignatz“ vor – Parks und Recyclinghöfe geschlossen

Kommunen und Einrichtungen trafen bereits Vorsichtsmaßnahmen: So soll der Wildpark in Düsseldorf am Donnerstag geschlossen bleiben. Die Stadt Dortmund sagte eine geplante Impfaktion auf einem Wochenmarkt für Donnerstag ab.

Auch der Grugapark Essen gab am Donnerstag über Facebook bekannt, seine Pforten am Sturmtag geschlossen zu halten. Auch die Recyclinghöfe und -Stationen in der Stadt können zeitweise geschlossen werden. „Durch umherfliegende Gegenstände, beziehungsweise Verwehungen auf den Podesten, ist eine sichere Entsorgung teilweise nicht möglich. Die Sicherheit der Kunden und der Mitarbeiter geht in diesem Fall eindeutig vor“, heißt es auf der Website der EBE.

Wegen der Sturmböen öffnet auch der Zoo Dortmund nicht für Besucher. Den Tieren gehe es trotz Wetterlage gut: „Damit die Zoobewohner nicht durch herabfallende Äste verletzt werden, bringen unsere Tierpfleger die Tiere zum Teil, wo nötig, in ihre Innengehege“, erklären die Mitarbeiter über Facebook.

9.01 Uhr: Wetter: Sturm „Ignatz“ bringt Orkanböen nach NRW – DWD warnt

Bis ins Flachland müsse in ganz NRW mit Sturm gerechnet werden, sagte Ines von Hollen, Meteorologin beim DWD in Essen, am Mittwoch. „Da kann man für keine Region in NRW Entwarnung geben“, sagte sie.

Konkret heißt das: Unwetter! Bis in den Nachmittag hinein kann es laut DWD zu Sturm mit teilweise schweren Sturmböen von bis zum 90 km/h kommen. Im Bergland und der Eifelregion fegen dann auch orkanartige Böen mit bis zu 110 km/h über das Land. „Vereinzelt kurzlebige Tornados nicht völlig ausgeschlossen“, kündigt der DWD an.

Am Vormittag und am Tage könnten zudem vereinzelt auch Blitze über dem Himmel ziehen. Die Experten rechnen mit Gewittern im gesamten Bundesland.

Daher raten die Experten: „Wer die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten, sollte das nutzen“, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. „Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen.“ Bäume, die noch Laub trügen, könnten entwurzelt werden, lose Dachziegel umherfliegen oder nicht ausreichend gesicherte Baugerüste zur Gefahr werden. Mit Sturmtief „Ignatz“ naht der erste kräftige Herbststurm des Jahres.

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8.23 Uhr: Erst ab Donnerstagnachmittag wird der Sturm schwächer

Entwarnung geben die Experten ab dem Donnerstagnachmittag. Dann lässt der Wind von Westen her wieder nach. Es wird insgesamt kühler. Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, im Westen und Norden zwischen 12 und 15 Grad.

Und am Freitag? Nach dem Sturm kommen die Wolken. Die Experten rechnen vielerorts mit starker, im Süden mit aufgelockerter Bewölkung. Erst am Mittag soll bei 9 bis 12 Grad der Regen kommen. Nur zeitweise komme es dann noch zu stürmischen Böen.

Am Samstag könnte es dann ab dem Nachmittag zu Auflockerungen kommen.

7 Uhr: Güterzug kollidiert mit Ast

In der Nacht ist ein Güterzug in Bad Godesberg mit einem Ast kollidiert, der Fernverkehr Köln-Koblenz war davon am Morgen beeinträchtigt. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, war der Ast sturmbedingt rechtsrheinisch auf das Gleis gestürzt. „Wir müssen rechtsrheinisch umleiten und arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben.“

Fernzüge zwischen Köln und Koblenz wurden seit den frühen Morgenstunden umgeleitet und hatten Verspätungen zwischen 20 und 90 Minuten. Die Halte Andernach, Remagen und Bonn Hauptbahnhof entfielen.

6.16 Uhr: Wetter in NRW: Wind reißt Bäume aus

Den Lagezentren der Polizei lagen am Morgen zunächst zum Glück keine größeren Schadensmeldungen vor; vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es am Morgen etwa aus Essen, Bochum und Dortmund.

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In Duisburg habe es bis dahin lediglich zwei Meldungen von heruntergestürzten Ästen gegeben, die auf Autos gelandet sind. In Essen seien Fassadenteile heruntergestürzt, wodurch eine Person leicht verletzt wurde. Ebenso seien Bäume umgekippt. (fb/vh/dpa)