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Wetter in NRW: Anwohner staunen über „Tornado“ – Experte klärt auf!

Wetter in NRW: Anwohner staunen über „Tornado“ – Experte klärt auf!

So verhältst du dich richtig bei einem Unwetter

Egal ob Sturm, Starkregen oder Gewitter: Extremwetter kann lebensgefährlich sein. Deshalb solltest du einige Tipps beachten.

Krefeld. 

Das Wetter in NRW zeigt sich zurzeit von seiner unruhigeren Seite – doch bringen die lokalen Unwetter nun sogar schon Tornados mit sich?

Das dürften sich einige Menschen in Krefeld (NRW) gedacht haben, als sie am Montag gegen 15.10 Uhr in den Himmel blickten – und dort einen rotierenden Wolkenschlauch entdeckten. Tornado-Alarm? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) klärt auf!

Wetter in NRW: Tornado über Krefeld?

„Der war keine fünf Minuten da“, erzählt ein Augenzeuge gegenüber DER WESTEN. „Sah aber schon sehr interessant aus.“ Der Mann hielt sich zu dieser Zeit im Chempark an der Duisburger Straße in Krefeld-Uerdingen auf – und zückte beim Anblick des Wetterphänomens direkt seine Kamera.

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Die Nutzer in den Kommentaren sind beeindruckt – und gleichzeitig erleichtert, dass offenbar nicht schlimmeres passiert ist. „Sowas von Glück gehabt“, schreibt einer. Ein User will den Vorfall sogar als Tornado-Sichtung bzw. zumindest als Verdachtfall festhalten – doch zurecht? Ist das überhaupt ein Tornado?

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So entsteht eine Wettervorhersage:

  • Rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge sorgen weltweit dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden.
  • Wettersatelliten bieten eine Überwachung aus dem All.
  • Meteorologen können so das Geschehen auf der ganzen Welt beobachten.
  • Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe.
  • So sammeln sich pro Stunde etwa 25.000 Meldungen an.
  • Diese werden ausgewertet und übermittelt – so bleiben Wetterprognosen auf dem aktuellen Stand.

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DER WESTEN hat beim Deutschen Wetterdienst nachgefragt – und eine eindeutige Antwort erhalten.

DWD-Experte klärt auf

Andreas Friedrich, DWD-Tornadobeauftragter, erkennt beim Blick auf die Bilder sofort, dass es sich lediglich um eine so genannte „Funnel-Cloud“ (deutsch: „Trichterwolke“) handelt. Von einem Tornado spricht man erst, wenn diese Trichterwolke irgendwann bis zum Boden reicht.

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Diese Trichterwolken können entstehen, wenn sich die Windrichtung und -geschwindigkeit unter einer Gewitterwolke rapide ändern. Experten sprechen dabei von einer „Windschere“. Diese kann die feuchten Luftmassen unter der Wolke in Rotation versetzen – und schon entsteht die Trichterform. Davon gibt es jährlich Hunderte in Deutschland.

Experte warnt dennoch: „Bereits höchste Alarmstufe“

Aber Friedrich warnt: Wenn die Umstände zur Trichterbildung so lange anhalten, dass der Wolkenrüssel irgendwann bis zum Boden reicht, dann entstehen eben auch Tornados. „Daher herrscht auch bei Trichterwolken bereits höchste Alarmstufe“, so der Experte und appelliert an Beobachter, sich möglichst schnell aus der Zugrichtung der Wolke zu entfernen. „Der Bodenkontakt kann innerhalb von Minuten hergestellt werden“.

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Laut Friedrich ändern sich die Gegebenheiten glücklicherweise meist so schnell, dass es gar nicht erst zu einer Tornadobildung kommen kann. Also doch „Glück gehabt“, wie es die Nutzer in den Facebook-Kommentaren formulieren.

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