Wetter in NRW: Orkan „Sabine“ wütet – Musst du trotzdem zur Arbeit gehen?

So wütete Sturm „Sabine“ in NRW
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Am Sonntagnachmittag wird Orkan „Sabine“ nach NRW kommen, der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem schweren Unwetter. Bereits am Morgen soll es stürmisch werden. Konkret: Sturmböen und schwere Sturmböen, die zwischen Windstärke 9 und 10 stark sind und Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern erreichen können.

In der Nacht zu Montag soll es noch heftiger werden: Dann soll der Orkan sogar mit Windstärke 11 und 12 (bis zu 120 Stundenkilometern) über das Land hinwegfegen! Zum Vergleich: Beim verheerenden Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde die stärkste Böe in tiefen Lagen in Düsseldorf mit 145 Stundenkilometern registriert.

Wetter in NRW: Muss ich trotz Sturm zur Arbeit gehen?

In NRW haben bislang zahlreiche Städte entschieden, am Montag die Schulen und Kitas geschlossen zu halten. Einige andere Städte wollen kurzfristig entscheiden oder überlassen es den Eltern, ob ihre Kinder kommen oder nicht. Doch wie sieht es eigentlich für Arbeiter und Angestellte aus? Welche Rechte hast du als Arbeitnehmer, wenn du Montagfrüh raus musst, es aber noch heftig stürmt? DER WESTEN klärt auf!

Darf ich bei Unwetter zuhause bleiben?

In der Regel darf man nicht einfach zuhause bleiben. Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer sind selbst dafür verantwortlich, pünktlich zum Job zu kommen. Das gilt auch, wenn ein Stau, Streik oder eben ein Sturm den Arbeitsweg behindert oder die Bahn ersatzlos ausfällt. Aber: Wenn überall Bäume herumliegen und ein Sturm so wütet, dass es gefährlich ist, auf die Straße zu gehen, kann das eine sogenannte „begründete Arbeitsverhinderung“ sein.

Allerdings müssen Stunden und Tage, die man dann nicht arbeitet, auch nicht bezahlt werden. Es sei denn, Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen sehen eine andere Regelung vor. Es gibt noch eine Ausnahme: Bei manchen Jobs hat es der Arbeitnehmer nicht immer selbst in der Hand, pünktlich zu erscheinen. Arbeitet man zum Beispiel auf einer Bohrinsel, kann starker Wind oder eine Flut das verhindern. Bei diesen Jobs trägt der Arbeitgeber das Wegerisiko, muss den Arbeitnehmer auch dann bezahlen, wenn er nicht zum Einsatz kommen.

Kann ich abgemahnt werden, wenn ich wegen „Sabine“ zu spät komme?

Nein, so einfach geht das zum Glück nicht. Eine Abmahnung droht dir nur, wenn du die Unpünktlichkeit verursacht hast, also nicht bei unvorhersehbaren Ereignissen. Wenn aber auf einer bestimmten Strecke „immer“ Stau ist, musst du dafür sorgen, dass du rechtzeitig den Arbeitsplatz erreichst.

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Orkan „Sabine“ trifft auf NRW:

++ Wetter in NRW: Unheilvolle Orkan-Gefahr ++ Weitere Schulen geschlossen ++ Kachelmann mit Horror-Prognose ++

++ Wetter in NRW: DIESE Schulen bleiben am Montag wegen Orkan dicht ++

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Was ist, wenn ich früher meinen Arbeitsplatz verlasse, um meine Kinder abzuholen?

Du hast offiziell das Recht, die Arbeit früher zu beenden, wenn es sich um eine Notsituation handelt, in der das Kind nicht anders betreut werden kann.

Aber auch hier gilt: Die ausgefallene Arbeitszeit muss nicht bezahlt werden. Vielleicht macht es dann Sinn, einen oder einen halben Tag Urlaub zu nehmen. Alternativ kann man mit dem Chef besprechen, die Zeit nachzuarbeiten oder am besten von zuhause aus zu arbeiten.

 
 

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