Wetter in NRW: Starkregen hält die Feuerwehr in Atem ++ Zwischendecke in Lidl-Filiale eingestürzt

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

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Sturmtief Xero brachte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch heftige Gewitter und Starkregen nach NRW!

Das unruhige Wetter sorgte für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Und auch am Mittwochmorgen sind noch einige Auswirkungen der Unwetternacht in NRW zu spüren.

Wetter in NRW: Starkregen lässt Keller vollaufen

Die Feuerwehrkräfte hatten vor allem mit vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen zu kämpfen. Der Feuerwehr Bochum wurden zwischen 20 Uhr und 23.30 Uhr mehr als 130 Einsatzstellen gemeldet – Unterführungen, Privathäuser und sogar ein Kindergarten und eine Schule waren betroffen. In einigen Kellern stand das Wasser bereits mehr als einen halben Meter hoch, in anderen sogar bis zur Decke!

Bis 0.45 Uhr hatten die Bochumer Einsatzkräfte insgesamt 183 Einsätze abgearbeitet. Glücklicherweise wurden bei keinem der Einsätze Personen verletzt.

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Auch andere Feuerwehren in der Region ziehen Bilanz. Die Mülheimer Feuerwehr rückte zwischen 21.25 Uhr und 23.45 Uhr zu 28 Pumpeinsätzen aus, die Feuerwehr Herne musste 50-mal zur Tat schreiten. Auch hierbei wurde offenbar niemand verletzt, hieß es am Mittwochmorgen.

Die Feuerwehr Düsseldorf berichtet von über 300 witterungsbedingten Einsätzen. Auch hier wurde niemand verletzt.

Rund 150 Einsätze in Essen – Zwischendecke von Lidl stürzt ein

Auch in Essen war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Zwischen 21.40 Uhr und 7 Uhr rückten die Einsatzkräfte rund 150 mal aus, Schwerpunkte waren die Stadtteile Kray, Leithe, Freisenbruch und Horst. Meist ging es um hochgedrückte Gullydeckel, umgestürzte Bäume sowie vollgelaufene Keller und Unterführungen.

In Essen-Heidhausen konnte eine Lidl-Filiale die Wassermassen auf ihrem Dach nicht mehr aushalten, wie Feuerwehrsprecher Christoph Riß gegenüber DER WESTEN mitteilte. Auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern gab die Zwischendecke schließlich unter der Last nach und stürzte ein.

Verletzte gab es keine.

Bahnverkehr eingeschränkt

Auch im Bahnverkehr in NRW sind die Auswirkungen der Unwetternacht zu spüren. In der Nacht kam es bereits zu Teilausfällen, Signalstörungen und technischen Problemen an einigen S-Bahnen und Regionalzügen.

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Am Mittwochmorgen meldete die Bahn noch weitere betroffene Strecken. So kommt es etwa auf der Strecke der S6 zu großen Verspätungen oder Teilausfällen zwischen Essen und Düsseldorf.

Der RE18 kann wegen Unwetterschäden nur zwischen Aachen und Herzogenrath verkehren, für Weiterreisende bis Maastricht gibt es einen Bus-Ersatzverkehr.

Auch die RB33 von Aachen nach Essen ist betroffen. Zwischen Essen und Geilenkirchen fahren die Züge wie geplant, zwischen Geilenkirchen und Aachen Hbf verkehren Taxis. Informationen zur Dauer der Sperrung konnte die Bahn noch nicht liefern. (Stand: 6.48 Uhr)