Schnee und Glätte in NRW: Achtung Glatteisregen! „Massive Glättegefahr“ in vielen Städten

Glatteis-Gefahr in Deutschland.
Glatteis-Gefahr in Deutschland.
Foto: dpa
  • Glätte und Schnee überziehen Nordrhein-Westfalen
  • Wir halten dich über die aktuellen Wetterentwicklungen auf dem Laufenden
  • Für die Nacht drohen -11 Grad

Münster. Die Kältefront in Deutschland und Nordrhein-Westfalen bringt Schnee und Frost mit sich. Am Mittwoch kam es zu ersten Unfällen auf den Straßen in NRW und dem Ruhrgebiet. Zum Wochenende hin soll es erneut schneien.

In unserem News-Blog halten wir dich auf dem Laufenden über aktuelle Wetter-Entwicklung in NRW:

+++ Hier mehr zur aktuellen Wetterlage in NRW und dem Ruhrgebiet lesen +++

Freitag, 25. Januar

19.25 Uhr:

Neue Warnungen vom Deutschen Wetterdienst. Für den Abend warnen die Meteorologen im Revier vor leichtem Schneefall. Wesentlich bedeutender für die Menschen im NRW dürfte allerdings die Glättegefahr werden.

Der Wetterdienst Kachelmannwetter warnt für den Abend vor gefährlicher Glätte in weiten Teilen von NRW. Der Grund ist gefrierender Regen. Wetter.net spricht sogar „massiver Glättegefahr“.

16.28 Uhr:

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Glätte (Stufe 1 von 3) in folgenden Ruhrgebietsstädten:

  • Essen
  • Bottrop
  • Mülheim
  • Gelsenkirchen
  • Oberhausen

Die Warnung vor Glatteis ist mittlerweile zurückgenommen.

12.03 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat Warnungen vor leichtem Schneefall und Glatteis (Stufe 2/3) für folgende Ruhrgebietsstädte veröffentlicht:

  • Herne
  • Bochum
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Dortmund

11.52 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat eine Frostwarnung für Dortmund rausgegeben. Bis Freitagabend, 19 Uhr, besteht die Gefahr von Frost, Stufe 1 von 2. Am Nachmittag wird für ganz NRW Niederschlag erwartet. Zunächst können ein bis drei Zentimeter Schnee fallen, im höheren Bergland auch um die fünf Zentimeter Neuschnee und Glätte. Später kann der Schnee in Regen übergehen.

Vor allem in der ersten Nachthälfte warnt der DWD vor stellenweise gefrierender Regen mit Glatteisbildung. Im Bergland besonders in windgeschützten Tallagen kann es lokal auch zu Unwettern kommen.

11.47 Uhr

Während in NRW Frost, Glätte und kalte Temperaturen das Wetter bestimmen, stöhnt Australien über eine Hitzewelle. Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius haben in Australiens Südosten die Stromversorgung teilweise lahm gelegt. Wegen des hohen Verbrauchs hätten am Freitagmittag zeitweise mehr als 200.000 Haushalte sowie Unternehmen im Bundesstaat Victoria vom Netz genommen werden müssen, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP.

07.12 Uhr

Die Temperaturen fallen am Samstag mit drei bis sieben Grad milder als in den Vortagen aus. Im Hochsauerland bleibt es zwar mit bis zu einem Grad kühler, in der Nacht soll dort die Temperatur jedoch auf bis zu -11 Grad fallen.

Während es in Nordrhein-Westfalen immer wieder mal regnen soll, fällt im Hochsauerland Schnee, der in Schneeregen übergeht und bis in die Nacht anhalten wird. Der Deutsche Wetterdienst kündigt für ganz Nordrhein-Westfalen Glatteisgefahr an.

Am Sonntag soll der Regen im Bundesland länger anhalten. Im Hochsauerland sowie in höheren Bergregionen bleibe es dagegen weiterhin bei Schneeregen und Schnee, wobei die Schneefallgrenze auf 400 Meter sinkt.

Dort ist durch Schnee und Glätte mit Behinderungen im Straßenverkehr zu rechnen. Trotz der milderen Temperaturen mit Höchstwerten wie vier bis sieben Grad werde es im höheren Bergland stürmisch. Im anderen nordrhein-westfälischen Regionen zieht dagegen mäßiger bis frischer Wind auf.

Donnerstag, 24. Januar

18.26 Uhr

Am Freitag kann es ungemütlich werden. Am Mittag soll laut Deutschen Wetterdienst Niederschlag einsetzen. Zunächst als Schnee, später am Abend in Regen übergehend. Dabei warnt der Wetterdienst in der Nacht zu Samstag vor Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen.

18.03 Uhr

Angesichts der eisigen Temperaturen hat der Bremer Landesdiakoniepastor Manfred Meyer dazu aufgefordert, jetzt ganz besonders auf wohnungs- und obdachlose Menschen zu achten. Das könne jeder tun. „Augen auf, ansprechen - wir müssen stärker hinschauen, wie es ihnen geht“, sagte der kirchliche Sozialexperte am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst.

„Einfach fragen: Kann ich Ihnen helfen?“ In Hannover war am Montag ein obdachloser Mann nach einer eisigen Nacht auf der Straße gestorben. Die Polizei vermutet, dass Unterkühlung zum Tod des Mannes führte.

17.25 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst hat die nächste Wetterwarnung herausgegeben. Konkret warnt der Wetterdienst vor Frost (Stufe 1/2) in folgenden Ruhrgebietsstädten:

  • Oberhausen
  • Bochum
  • Herne
  • Dortmund
  • Bottrop
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Mülheim
  • Duisburg

13.05 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst warnt davor, dass es den Donnerstag über bis zum Abend hin in den meisten Städten im Ruhrgebiet wegen der Glätte gefährlich bleibt. Die starke Taubildung führt zu überfrierender Nässe.

11.37 Uhr

Ein Tipp für Hundehalter: Wenn du deinen Hund vor Streusalz schützen möchtest, kannst du seine Pfoten mit einer fettigen Creme wie Vaseline einreiben. Denn mehr als die Kälte, schadet den empfindlichen Pfoten das Salz.

10.19 Uhr

Für zahlreiche Ruhrgebietsstädte warnt der Deutsche Wetterdienst vor Glätte und Frost. Die Warnung gilt bis in die frühen Abendstunden. Besonders überfrierende Nässe kann nach starker Taubildung zu Glätte führen.

Diese Städte sind betroffen:

  • Bochum
  • Dortmund
  • Gelsenkirchen
  • Oberhausen
  • Herne
  • Duisburg
  • Bottrop
  • Essen
  • Mülheim

08.35 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst korrigiert die eigenen Prognose für die Nacht. So könnten die Temperaturen bei wolkenfreiem Himmel auf bis zu minus 15 Grad über Schnee fallen! Das heißt, überall, wo gerade Schnee in NRW liegt, können die Temperaturen besonders stark fallen. Das hat folgenden Grund: Schnee reflektiert die Sonnenstrahlen, der Boden kann sich dementsprechend nicht aufwärmen.

„Insbesondere über frischen (noch nicht verunreinigten) Schneeflächen wird die solare Strahlung tagsüber nahezu vollständig reflektiert, eine starke Erwärmung der Oberfläche findet also erst gar nicht statt. Umso effektiver erfolgt somit die nächtliche Abkühlung“, erklärt der Wetterdienst. Eine weitere Voraussetzung für extreme Kälte ist ein wolkenfreier Himmel. Hängt eine dichte Wolkendecke am Himmel, reflektieren Sonnenstrahlen von der Erde unter die Wolken und wieder zurück. Die Wärme staut sich also, sprich: Es wird nicht allzu kalt.

An schneefreien Flächen hält sich der Frost bei minus fünf bis zehn Grad.

08.19 Uhr

Die Polizei Aachen verweist auf drohende Bußgelder, wenn das Auto vor der Fahrt nicht ordnungsgemäß präpariert wird.

  • Nicht angepasste Reifen bei dieser Witterung mit Gefährdung: 100 Euro und 1 Punkt
  • Nicht angepasste Reifen bei dieser Witterung mit Unfall: 120 Euro und ein Punkt
  • Warmlaufenlassen des Motors: 10 Euro
  • Fahren mit Guckloch: 10 Euro
  • Schnee fällt vom Auto: 25 Euro
  • Verschneites, nicht lesbares Kennzeichen: 5 Euro

06.20 Uhr

Auch heute müssen sich die Menschen in der Region dick einpacken. Die Höchsttemperaturen liegen bei minus einen Grad im Rheinland und minus zwei bis fünf Grad im restlichen Teil NRWs. Der Wind weht meist nur schwach.

Dennoch bleibt es am Morgen und Vormittag meist stark bewölkt. Die Wolken verziehen sich im Tagesverlauf jedoch langsam.

In der Nacht zum Freitag fällt kein Schnee bei Temperaturen zwischen minus fünf und minus zehn Grad. Glätte durch auftretenden Reif ist nicht ausgeschlossen.

Mittwoch, 23. Januar

20.22 Uhr:

Bis Freitag herrscht überall in NRW außer im Rheinland Dauerfrost. Der Schnee bleibt also erstmal liegen. Glatt kann es aber dennoch auf den Straßen werden, vor allem durch Reifglätte oder örtlich überfrierende Nässe. Ab Freitagnachmittag dann sagt der Deutsche Wetterdienst dann wieder Schnee und Regen voraus. Achtung: Es kann dann Glatteis geben!

Auch am Samstag geht das Wetter in NRW so weiter mit Schnee, Regen und Glatteis.

16.27 Uhr

Auch in der Nacht zu Donnerstag ist beim Autofahren Vorsicht geboten! Der Deutsche Wetterdienst warnt am Mittwoch vor Frost der Stufe 1 (von 2) im Ruhrgebiet. Aufpassen solltest du ab Mittwochnachmittag. Die Warnung des DWD gilt bis Donnerstagmorgen um 10 Uhr.

Diese Städte sind vom Frost betroffen:

  • Essen
  • Oberhausen
  • Mülheim
  • Herne
  • Bochum
  • Bottrop
  • Duisburg

In Dortmund warnt der Wetterdienst sogar vor strengem Frost der Stufe 2.

16.04 Uhr:

Denk daran: Bevor du mit dem Auto losfährst, sorge dafür, dass alle deine Scheiben enteist sind! In Neuss hat ein Autofahrer diese Regel missachtet. Bereits am Montagmorgen fiel einem Polizisten auf, dass der Neusser bei minus sechs Grad alle Seitenscheiben am Auto heruntergelassen hatte - ungewöhnlich bei der Kälte. Es stellte sich heraus, dass die Scheiben noch völlig vereist waren. Der Fahrer war wegen der eingeschränkten bis nicht vorhandenen Sicht im Schritttempo unterwegs.

Als der Polizist den Autofahrer kontrollierte, konnte der auch keinen Führerschein vorzeigen – ganz einfach, weil er keinen hatte. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren.

12.08 Uhr

Schlimmer Unfall auf der A1 bei Münster: Zwischen dem Kreuz Münster-Süd und Münster-Nord verlor ein Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Gegen 10.22 Uhr geriet das Auto auf Grund einer Eisfläche außer Kontrolle und schleuderte nach rechts. Laut Zeugen überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und kam auf der Schutzplanke zum Stehen.

Der Fahrer wurde im Wagen eingeklemmt und schwer verletzt. Rettungskräfte mussten den Mann befreien und in ein Krankenhaus bringen. Zwei Spuren auf der Autobahn mussten gesperrt werden. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

9.26 Uhr

Der Kreis Kleve blieb ebenfalls nicht verschont von Unfällen bedingt durch Schnee und Glätte. 25 Unfälle registrierte die Polizei bis zum Mittwochmorgen. In Goch verletzte sich eine junge Autofahrerin schwer.

Sieben der Unfälle ereigneten sich in Goch, fünf in Kleve, jeweils vier in Bedburg Hau und Emmerich, drei in Geldern sowie jeweils einer in Kalkar und Straelen.

Bei dem Unfall in Goch kam eine 19-jährige Autofahrerin von der glatten Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über ihr Auto. Sie rutschte über eine Verkehrsinsel gegen die linke Seite eines Sattelzuges. Die 19-Jährige verletzte sich bei dem Zusammenstoß. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort zur Beobachtung stationär aufgenommen.

8.55 Uhr

Recklinghausen: Bei einem Verkehrsunfall auf der Dortmunder Straße ist am Dienstag, gegen 18.30 Uhr, ein 46-jähriger Fahrradfahrer aus Castrop-Rauxel verletzt worden. Der Radfahrer war in Richtung Schwerin unterwegs. Zur gleichen Zeit wollte ein 42-jähriger Autofahrer aus Castrop-Rauxel von der Grimbergstraße nach links in die Dortmunder Straße abbiegen.

Nach ersten Erkenntnissen übersah der Autofahrer dabei den Radfahrer und es kam zum Zusammenstoß. Der 46-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt.

8.44 Uhr

Auch in Aachen krachte es 16 Mal witterungsbedingt seit Dienstagnachmittag. Drei Personen wurden bei Unfällen leicht verletzt. „Das sind nur ein paar Unfälle mehr als einem 'normalen' Arbeitstag. Die Autofahrer haben sich offenbar gut auf die winterlichen Straßenverhältnisse eingestellt“, teilt die Polizei mit.

Sie weist auf die Strafen, die bei Kälte und Schnee anfallen können:

  • Nicht angepasste Reifen bei dieser Witterung mit Gefährdung: 100 Euro und 1 Punkt
  • Nicht angepasste Reifen bei dieser Witterung mit Unfall: 120 Euro und ein Punkt
  • Warmlaufenlassen des Motors: 10 Euro
  • Fahren mit Guckloch: 10 Euro
  • Schnee fällt vom Auto: 25 Euro
  • Verschneites, nicht lesbares Kennzeichen: 5 Euro

8.28 Uhr:

Bisheriger Höhepunkt der Stauentwicklung auf den Autobahnen in Nordrhein Westfalen war um 8.19 Uhr. Da staute es sich auf 384 Kilometern. Mittlerweile ist eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen. So gibt es derzeit „nur“ noch 346 Kilometer Stau und stockenden Verkehr auf den NRW-Autobahnen.

08.05 Uhr:

Pendler müssen am Mittwochmorgen reichtlich Geduld mitbringen. Denn die Straßen sind voll. Auf vielen Autobahnen in NRW geht es nur im Schneckentempo voran. Gegen 8.05 Uhr gibt es nach WDR-Informationen bereits 366 Kilometer Stau und stockenden Verkehr auf den Autobahnen. Informationen über glättebedingte Unfälle im Berufsverkehr liegen derzeit nicht vor.

06.49 Uhr:

Seit Dienstagmittag kam es im Kreis Wesel zu acht Verkehrsunfällen auf Grund von Glätte. Vier der Unfälle ereigneten sich in Moers (Hülsdonker Straße, Krefelder Straße/Nieper Straße, Lintforter Straße und Rheinberger Straße/Kampstraße), zwei Unfälle in Wesel (Franz-Etzel-Platz und Grünstraße) und je ein Unfall in Dinslaken (Hünxer Straße) sowie Kamp-Lintfort (Altfelder Straße). Wie die Polizei berichtet, entstand bei allen Unfällen lediglich Sachschäden. Verletzt wurde keine der beteiligten Personen.

06.24 Uhr

Das winterliche Wetter hat am frühen Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen zu einigem Blechschaden geführt. Rund um Bochum und Recklinghausen kamen nach Angaben der Polizei insgesamt elf Fahrzeuge ins Rutschen. Verletzt wurde niemand.

Vielerorts schneite es. Am frühen Morgen fielen etwa im Münsterland oder in Dortmund weiße Flocken, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes sagte. Zwar seien die Hauptstraßen geräumt. Autofahrer sollten aber trotzdem Acht geben, da die Straßen überfrieren könnten, so die Meteorologin.

Bis zum frühen Morgen hatte es in NRW nur wenig Neuschnee von zwei bis höchstens vier Zentimetern gegeben. In Köln und Düsseldorf etwa lagen drei Zentimeter.

Im Laufe des Morgens sollte der Schneefall aufhören. Im Rheinland wurden Plusgrade erwartet - in den größeren Städten werde der Schnee deshalb tagsüber wahrscheinlich nicht liegen bleiben, erklärte die Meteorologin.

Schnee und Glätte: Erste Unfälle bereits am Dienstagabend

Bereits am Dienstagabend war es vereinzelt zu Unfällen bei Schnee und Glätte gekommen. Im Kreis Viersen verunglückte ein 19-Jähriger beim Überholen auf einer Bundesstraße, als er auf schneeglatter Straße zu schnell fuhr. Er und seine beiden Mitfahrerinnen wurden leicht verletzt.

Früher am Abend übersah eine 52-jährige Radfahrerin bei dichtem Schneefall und Glätte ein Auto. Es kam zum Zusammenstoß. Die Frau kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Auch im Raum Solingen hatte es einer Polizeisprecherin zufolge am späten Abend drei Unfälle wegen Glätte gegeben. Eine Person wurde leicht verletzt. (dpa/ mb)

 
 

EURE FAVORITEN