Gewitter und Starkregen in NRW – HIER musst du heute besonders aufpassen

In NRW wird es am Dienstag in einigen Teilen äußerst ungemütlich. (Symbolbild)
In NRW wird es am Dienstag in einigen Teilen äußerst ungemütlich. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jan Eifert

Das Wetter in NRW war bisher angenehm und warm. Doch es änderte sich seit einigen Tagen. Am vergangenen Wochenende haben Unwetter in einigen Teilen Deutschlands bereits für Chaos gesorgt. NRW traf es glücklicherweise weniger hart. Zwar gab es am Samstag und am Sonntag vereinzelt Unwetter, große Schäden blieben jedoch aus. Zum Vergleich: In anderen Teilen Deutschlands war das Unwetter so heftig, dass ein Mensch in Sachsen-Anhalt durch einen Blitz ums Leben kam, zwei weitere wurden durch einen Blitzschlag in Lübeck verletzt.

Dienstag, 16. Juni: DWD warnt vor Gewitter und Starkregen

9.00 Uhr: Das Wetter in NRW wird ungemütlich am Dienstag! Zumindest in einigen Teilen soll es bereits am Mittag wie aus Kübeln gießen, dazu können vereinzelte Gewitter auftreten. Auch Hagel und starke Böen sind möglich.

Laut DWD trifft es demnach vor allem den Südwesten und Osten von NRW. Dort kommt es zu Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmetern, kleinräumig sogar bis zu 30 Litern bis Quadratmetern. Dazu können einzelne Gewitter, kleinkörniger Hagel und starke Böen mit etwa 60 Stundenkilometern auftreten. Im restlichen NRW bleibt es stark bewölkt und teils regnerisch. Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 24 Grad.

Montag, 15. Juni: NRW stehen weitere regnerische Tage bevor

12.50 Uhr: Bei den starken Unwettern am Sonntag kam es auf den Autobahnen in NRW zu zahlreichen Unfällen. Bei einem Unglück auf der A2 überschlug sich ein Fahrzeug mit Kindern an Bord. Plötzlich ging es in Flammen auf. Alle Infos dazu hier >>>

09.55 Uhr: Nach dem heftigen Starkregen der vergangenen Tage bleibt es auch zu Beginn der Woche regnerisch in Nordrhein-Westfalen. Der Regen sei aber kein Vergleich zum Wochenende, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen mit.

Stattdessen werde es am Montag dauerhaft leicht bis mittelmäßig regnen. Besonders betroffen bleibe Ostwestfalen. Im Laufe des Tages kann die Wolkenfront laut dem Wetterexperten Richtung Aachen ziehen und dort für Gewitter sorgen. Auch am Dienstag kommt es zu Schauern mit Höchsttemperaturen zwischen 20 und 24 Grad.

Der Starkregen hatte in der Nacht zu Montag zu zahlreichen Einsätzen in NRW geführt. Die Autobahnpolizei Bielefeld meldete bis zum Sonntagabend 30 Unfälle in ihrem Zuständigkeitsbereich, bei denen 13 Menschen verletzt wurden. Besonders betroffen war demnach die Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Oelde und Bad-Eilsen. Elf Fahrzeuge mussten nach Unfällen abgeschleppt werden.

In Münster wurde die Feuerwehr am Sonntagabend wegen des Regens zu rund 30 Notfällen vor allem im Osten und Nordosten der Stadt gerufen - meist waren vollgelaufene Keller der Grund. Rund 100 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren waren dabei im Einsatz.

Sonntag, 14. Juni: Wanderer sitzen in Bayern fest

16.18 Uhr: Nach dem schweren Unwetter am Wochenende haben Hubschrauber im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Wanderer ins Tal gebracht. Landrat Anton Speer rief am Sonntag den Katastrophenfall aus. Laut Mitteilung sitzen Wanderer auf der Höllentalangerhütte fest und können wegen beschädigter Brücken nicht zu Fuß ins Tal zurück. Sie werden mit Hubschraubern ausgeflogen. Verletzte gibt es einem Sprecher der Bergwacht zufolge aber nicht. Die Wanderer hätten auf der Hütte übernachtet.

14.49 Uhr: Mann stirbt durch Blitzschlag

Im Saalekreis in Sachsen-Anhalt ist ein Mann während der schweren Gewitter von einem Blitz getroffen und tödlich verletzt worden. Der 44-Jährige habe sich am Samstagabend mit Bekannten in einem Garten in Höhnstedt aufgehalten und unter einer Hochspannungsleitung gestanden, teilte die Polizei am Sonntag in Halle mit. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, soll der Mann seine Notdurft verrichtet haben, als der Blitz ihn bei der Gartenfeier traf.

Helfer versuchten vergeblich, den 44-Jährigen wiederzubeleben. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, um die genauen Todesumstände zu ermitteln.

13.30 Uhr: Gewitter zieht über NRW

Es geht los. Gerade hat der DWD eine neue Warnung herausgegeben.

„Örtlich kann es Blitzschlag geben. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich“

9.20 Uhr: DWD warnt vor schwerem Gewitter

In wenigen Stunden geht es los. Das zumindest sagt nun der DWD vorraus. Demnach drohen in großen Teilen NRWs zwischen Sonntagmittag (12 Uhr) und Montagmorgen (7 Uhr) schwere Gewitter.

Der DWD schreibt dazu: „Im Tagesverlauf entwickeln sich erneut zum Teil schwere Gewitter. Diese sind dann begleitet von heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, Sturmböen zwischen

65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9) und meist kleinkörnigem Hagel. Lokal eng begrenzt und mit geringer Wahrscheinlichkeit kann es auch zu extrem heftigem Starkregen über 40 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde bzw. über 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb mehrerer Stunden kommen.

In der Nacht zum Montag lässt die Gewitteraktivität nach, kommt aber voraussichtlich nicht vollends zum Erliegen. Teils erfolgt auch ein Übergang in überwiegend ungewittrigen Starkregen.“

Die Warnung gilt zunächst für Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr, Bochum, Herne, Oberhausen, Dortmund und Bottrop.

Samstag, 13. Juni:

18.55 Uhr: Menschen vom Blitz getroffen

Während am Freitag noch Hitze und satte 29 Grad in den meisten Teilen des Landes zugegen waren, zeigt sich die Wetterfront am Samstagmorgen schon anders.

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Das ist der Deutsche Wetterdienst:

  • Der Deutsche Wetterdienst hat seinen Hauptsitz in Offenbach
  • Er ist eine Bundesoberbehörde und gehört zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Der DWD wurde 1952 gegründet
  • Insgesamt arbeiten knapp 2400 Menschen für den DWD

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Am Vormittag schien in vielen Teilen von NRW noch die Sonne, aber bereits ab dem Mittag und dem frühen Nachmittag sollten heftige Gewitter mit Starkregen und auch Hagel aufziehen. Dazu kommen Sturmböen bis 80 km/h vor allem im Norden und Osten von NRW, berichtet der DWD.

Teilweise sind 25 Liter pro Quadratmeter angesagt und Hagelkörner, die rund zwei Zentimeter dick sind.

Schlimm wurde es bereits im Norden Deutschlands. Mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter in Wismar, Blitze und Donner über Brandenburg und Probleme auf der Autobahn 20: Sommergewitter und heftiger Regen haben bereits am Samstag vor allem den Nordosten Deutschlands erreicht.

In Lübeck (Schleswig-Hostein) beispielsweise wütete das Unwetter bereits so stark, dass die Feuerwehr zu 200 Einsätzen ausrücken musste.

Zwei Menschen in Lübeck vom Blitz getroffen

Zwei Menschen wurden vom Blitz getroffen und verletzten sich dabei. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Blitz hatte ein Feuer in einem Schuppen neben einem Wohngebäude ausgelöst. Die beiden Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Einschlags in unmittelbarer Nähe.

Druckverhältnisse sind an radikalem Wetterumschwung schuld

Dass sich das Wetter so radikal ändert, liegt vor allem an den sich verändernden Druckverhältnissen. Während sich laut DWD über Skandinavien ein Hochdruckgebiet aufbaut, besteht über Südwesteuropa eher tiefer Luftdruck.

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Weitere News aus NRW:

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„High over low“ nennt sich diese Wetterlage. Und die hat es ganz schön in sich!

Meteorologen bezeichnen es auch gern als „Sumpflage“: Feuchte Luftmassen dümpeln so vor sich hin. Daher kommen Gewitter nicht nur mit voller Kraft daher, sondern auch noch mit viel Wasser!

Am Sonntag soll es noch schlimmer werden

Während es am Samstag schon sehr ungemütlich werden soll, könnte es am Sonntag noch schlimmer kommen. Am Sonntag könnte ein Gewitterstreifen diagonal über Deutschland fegen. Von Nordwest über die Mitte bis Südost.

Und dieser Gewitterstreifen bringt viel Regen und auch Hagel mit. Teilweise soll der Regen stundenlang andauern, was zu Überschwemmungen führen könnte.

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Gewitter in Zahlen:

  • Im Durchschnitt sind auf der Erde etwa 1600 Gewitter gleichzeitig aktiv
  • Sie finden auf über 0,3 Prozent der Erdoberfläche statt
  • In Deutschland gibt es 20 bis 35 Gewittertage im Jahr

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+++ NRW: Junger Norddeutscher (20) rastet im Zug komplett aus – „Ich hasse NRW“ +++

Ob sich die Lage dann zum Montag wieder beruhigt und der Sommer zurückkommt, ist noch unklar. (mia, fb, js, dpa)

 
 

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