Westfälische Rundschau erhält bedeutenden Journalistenpreis

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Er gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Regionalzeitungen: der Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die hochkarätige Jury hat die Westfaälische Rundschau in diesem Jahr auf den zweiten Platz gewählt. Die WR überzeuge „mit ungewöhnlichen Ideen, origineller Optik und solidem Service.“

Dortmund.  Der Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird zu den fünf wichtigsten Journalistenpreisen überhaupt im deutschsprachigen Raum gezählt. Alt-Bundespräsident Horst Köhler hat ihn bei der Verleihung 2009 als „Ritterschlag für guten Lokaljournalismus“ bezeichnet. Die Westfälische Rundschau gehört nunmehr zum Kreise der Ritter. Denn die Jury hat unserer Zeitung im Wettbewerb mit 587 weiteren Einsendungen – Rekordergebnis in der 32-jährigen Geschichte – den zweiten Preis zuerkannt. Ab sofort dürfen wir uns zwölf Monate lang Deutscher Vizemeister nennen. Klingt gut.

„Diese Auszeichnung bedeutet mir deshalb sehr viel, weil sie zum einen die großartige journalistische Leistung aller Lokalredaktionen in angemessener Weise würdigt. Zum anderen ist sie ein eindrucksvoller Beweis für Innovationskraft, Lesernähe und inhaltliche Kompetenz unserer Redaktionen“, sagt WR-Chefredakteur Malte Hinz. „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, die in nicht gerade einfachen Zeiten mit nicht nachlassender Motivation, Professionalität und Leidenschaft täglich nachweist und mit diesem Journalistenpreis unterstreicht, wie relevanter lokaler Journalismus funktioniert.“

Starker Inhalt und starke Optik

Beworben hatte sich die WR mit einer dicken Mappe – darin zahlreiche Beispiele für Berichterstattung, die mit gewohnten Seh- und Lesemustern bricht; die erstklassige journalistische Inhalte auch optisch spektakulär in Szene setzt und die Leserinnen und Leser auf diese Weise immer wieder überrascht. Getreu dem Motto: Das Auge liest auch mit. Eindruck gemacht haben Seiten und Berichte mit hohem Service-, Ratgeber- und Nutzwertfaktor; aufwendig inszenierte Serien, tolle Leseraktionen.

Kurzum: Ein Gesamtpaket, von dem Dr. Dieter Golombek, Vorsitzender der hochrangig besetzten Jury, sagt, es sei „schlicht imponierend“. Das Expertengremium sei „außerordentlich beeindruckt von der Kreativität und Originalität“, mit der die Westfälische Rundschau Lokaljournalismus an den Interessen ihrer Leser orientiert präsentiere. „Die Zeitung entzieht sich dem routinierten Kleinklein der lokalen Berichterstattung. Sie setzt Themen und räumt den Platz frei, den diese brauchen. Großzügig gestaltete Seiten erfreuen mit ungewöhnlichen Ideen, origineller Optik und solidem Service.“

Das Sahnehäubchen

Bereits im vergangenen Jahr war die Westfälische Rundschau von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden. Damals hat die WR den Kategoriepreis „Lokalsport“ zuerkannt bekommen – für das Redaktionsprojekt „UNsere Sportschau“ im Kreis Unna. In einer Reihe hochkarätiger Preise, mit denen die journalistische Qualität der Westfälische Rundschau in der jüngeren Vergangenheit gewürdigt wurde, ist der zweite Platz im Wettbewerb um die beste Lokalzeitung Deutschlands gleichwohl das Sahnehäubchen. Und zugleich ein großer Ansporn, die ,,lokale Offensive“, die die WAZ-Mediengruppe für ihre nordrhein-westfälischen Zeitungstitel ausgerufen hat, entschlossen und konsequent in Angriff zu nehmen. Schön an einer solchen Vize-Meisterschaft – das wissen sie auch beim FC Bayern: Sie lässt noch Luft nach oben.