Forscherpreis für die Schilfeulen

Der 18-jährige Simon Chen vom Phoenix-Gymnsium hat mit seiner Forschung über die Schilfeule, eine Nachtfalter-Art, beim Wettbewerb Jugend forscht gewonnen.
Der 18-jährige Simon Chen vom Phoenix-Gymnsium hat mit seiner Forschung über die Schilfeule, eine Nachtfalter-Art, beim Wettbewerb Jugend forscht gewonnen.
Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Simon Chen vom Phoenix-Gymnasium in Dortmund ist einer der Bundessieger bei dem Wettbewerb „Jugend forscht“. Chen untersucht Schilfeulen, das sind Nachtfalter.

Erfurt/Moers.. Gleich mehrere nordrhein-westfälische Nachwuchswissenschaftler haben sich beim Bundesfinale des Wissenschaftswettbewerbs Jugend forscht erste Plätze gesichert. Mit drei Siegern war NRW in diesem Jahr neben Baden-Württemberg das erfolgreichste Bundesland.

„Ich bin von den Forschungsleistungen begeistert, dieses Finale bietet Einblicke in die Ideen von übermorgen“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Der Wettbewerb sei ein „großartiger Talentschuppen“ für junge Forscher.

Insgesamt wurden Preise in zehn Kategorien vergeben und 17 Nachwuchswissenschaftler mit ersten Plätzen ausgezeichnet. Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen konnten sich in den Kategorien Biologie und Technik durchsetzen. Simon Chen (18) vom Phoenix-Gymnasium Dortmund wurde für die Erforschung von Schilfeulen (Nachtfaltern) und Niklas Demel (18) aus Verl für die Entwicklung eines selbststeuernden Miniaturelektroautos ausgezeichnet, das mit Hilfe einer speziellen Software sowohl den Straßenverlauf als auch Verkehrsschilder erkennen kann. Zudem ging der Preis für die originellste Arbeit nach NRW. Durch ein neues Verfahren zur optimalen Ausrichtung von Mikrofonen sei es den beiden 19-jährigen Moersern Christian Dreier und Fabian Bronner gelungen, einen realistischen räumlichen Höreindruck zu erzeugen, der das Klangerlebnis einer herkömmlichen Stereoanlage deutlich übertreffe, hieß es.

Jüngster Hauptpreisträger war der 16-jährige Timm Piper aus Rheinland-Pfalz, der für sein Beleuchtungskonzept für Lichtmikroskope im Fachgebiet Physik ausgezeichnet wurde. Einen weiteren ersten Preis gab es unter anderem für den Nachweis der Verschmutzung mit Mikroplastikteilchen in der Nordsee.