Exxon-Wissenschaftler kritisieren Fracking in USA

Heinz Krischer

Dortmund.  Nach einer Besichtigung von Fracking-Projekten in den USA zeigt sich der von ExxonMobil finanzierte Wissenschaftlerkreis erschrocken.

Bei der dort praktizierten Suche nach unkonventionellem Erdgas war in der Vergangheit oft über Umweltbeeinträchtigungen berichtet worden. Das konnten die Wissenschaftler offenbar im Bundesstaat Pennsylvania nachvollziehen.

Prof. Dr. Dietrich Borchardt stellte nach der Reise fest: „Was wir in Pennsylvania gesehen haben, kann und darf es so in Deutschland auf keinen Fall geben.“ Der Expertenkreis zeigte sich „negativ beeindruckt“ von der Menge an Bohrlöchern, die in Pennsylvania entstanden sind und noch entstehen werden und einen massiven Eingriff in den betroffenen Gebieten darstellen. Mit Deutschland vergleichbar sei die Situation in Pennsylvania aber nicht. Das deutsche Rechtssystem biete gute Voraussetzung für eine konsequente Vermeidung von Risiken für das Grund- und das Trinkwasser oder auch aufgrund von Unfällen auf dem Bohrplatz.