Bürgermeister sind sich einig

Arnsberg.. Das Blatt Papier zieren sieben Unterschriften: Drei Bürgermeister, zwei Landräte, ein Vize-Chef des Regionalrates und ein IHK-Präsident haben sich einvernehmlich dafür ausgesprochen, dass zum einen die A46 zwischen Hemer und Arnsberg fortgeführt werden soll, und – das ist neu – die Variante 15 realisiert werden soll. Damit sei der geforderte „regionale Konsens“ hergestellt, der vom Land gefordert worden sei, sagten am Freitag IHK-Präsident Ralf Kersting und der Landrat des Hochsauerlandkreises, Karl Schneider.

Seit Jahrzehnten wird an diesem Lückenschluss der A46 geplant – bislang ohne Erfolg. 40 Varianten, wie die Trasse durch oder an dem natur-wertvollen Luerwald vorbei geführt werden kann, wurden geplant und verworfen. Widerstand komplett gegen den Bau der Autobahn gibt es von mehreren Bürgerinitiativen.

Im Prinzip für die Autobahn waren die Städte Arnsberg, Wickede und Ense – doch favorisierten sie jeweils andere Varianten. Dieser Dissens soll jetzt mit der gestern unterzeichneten Erklärung vom Tisch sein. Nach Ansicht der Autobahnbefürworter soll danach die Trasse von Menden-Lendringsen kommend an Wimbern vorbei führen, den Flugplatz Arnsberg-Echthausen in einem Tunnel unterqueren und dann südlich abschwenken und in Höhe des Rastplatzes „Haus Füchten“ an die A445 anschließen. Dafür steht nach bisherigen Planungen ein Korridor von 600 Metern Breite zur Verfügung, in dem ein exakter Linienverlauf gefunden werden muss.

Dazu allerdings müsste sich das Land NRW bewegen. Denn im September war im Zuge der Prioritätensetzung dieser Abschnitt „ruhend“ gestellt worden. „Jetzt werden wir in Düsseldorf kämpfen“, kündigte IHK-Chef Kersting am Freitag an.

 
 

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