Auf sechs Fahrstreifen auf der A2 vom Ruhrgebiet bis Berlin

Die Autobahn A2 ist nun auch zwischen dem Kamener Kreuz und Hamm sechsspurig ausgebaut. Foto: Dietmar Wäsche
Die Autobahn A2 ist nun auch zwischen dem Kamener Kreuz und Hamm sechsspurig ausgebaut. Foto: Dietmar Wäsche
Bundesverkehrsminister Ramsauer und NRW-Verkehrsminister Voigtsberger gaben am Montag den letzten des neun Kilometer langen Ausbauabschnitts zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm frei. Die Autobahn ist nun zwischen Oberhausen und Berlin durchgehend sechsspurig. Kosten 90 Mio. Euro.

Kamen. Eine komfortable sechsspurige Autobahn führt jetzt vom Ruhrgebiet Richtung Berlin. Der Ausbau der A2 als eine der wichtigsten Ost-West-Verbindung ist abgeschlossen, am Montag gaben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger den letzten, insgesamt rund neun Kilometer langen Ausbauabschnitt zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm offiziell für den Verkehr frei.

90 Millionen Euro steckte die Bundesregierung in den Ausbau der Autobahn, die spätestens seit der Wende als eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen gilt. Mit dem Ausbau sollen Staus und Fahrzeitverluste reduziert werden, mit höheren Lärmschutzwänden und Flüsterasphalt die Anwohner spürbar entlastet werden. „Den Verkehrsteilnehmern stehen jetzt durchgängig sechs Fahrspuren zwischen Oberhausen und Berlin zur Verfügung. Die A2 ist damit eine leistungsfähige und sichere Marginale, die das Ruhrgebiet mit den Wirtschaftszentren Hannover, Braunschweig, Magdeburg und Berlin verbindet“, so Bundesverkehrsminister Ramsauer. Insgesamt habe der Bund in den sechsstreifigen Ausbau der A2 rund drei Milliarden Euro investiert.

Ende der Baustellen

Die Zeit der großen Baustellen soll somit vorbei sein. Darüber hinaus war die A2 bislang ein Unfallschwerpunkt. Auf dieser Autobahn kommt es immer wieder mal zu schweren (vor allem Lkw-)Unfällen, wie erst in der letzten Woche.

„Mit dem heutigen Tag finden die erheblichen Kraftanstrengungen für den Ausbau der A2 ihren Abschluss. Der Ausbau auf sechs Fahrstreifen wird Staus und Fahrtzeitverluste erheblich reduzieren und die Verkehrssicherheit erhöhen. Höhere Lärmschutzwände und Lärm mindernder Asphalt sorgen dafür, dass der Lärmschutz für die Anwohner sich spürbar verbessert", hofft NRW-Minister Voigtsberger.

Deckschicht fehlt noch

„Nun fehlt auf diesem Autobahnabschnitt noch die letzte Deckschicht, die aus so genanntem offenporigen Asphalt bestehen soll. Dieser verringert die Verkehrsgeräusche. Wir können ihn aber erst einbauen, wenn wir im Frühjahr beständig frostfreies Wetter haben“, erläutere Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW. Erst wenn dieser letzte Arbeitsschritt getan ist, wird die jetzt noch gelbe Baustellenmarkierung durch eine weiße, endgültige ersetzt.

Der sechsstreifige Ausbau der in Nordrhein-Westfalen 195 Kilometer langen Autobahn hat schon 1976 mit dem rund zwölf Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-Nordost und Kreuz Kamen begonnen. Grundlage dafür war der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 1971 bis 1985. Darin war die Verbreiterung der A2 allerdings noch mit einer nachrangigen Dringlichkeitsstufe aufgeführt.

Bis zu 120.000 Fahrzeuge pro Tag auf der A2

Bedingt durch die völlig veränderten Verkehrsverhältnisse nach der Wiedervereinigung wurde die Maßnahme dann im Bundesverkehrswegeplan 1992 als „Vordringlicher Bedarf“ ausgewiesen. Im Frühjahr 2007 bekam Straßen.NRW vom Bund den Auftrag, den noch nicht sechsstreifig ausgebauten Streckenabschnitt vom Kamener Kreuz bis zur Anschlussstelle Hamm-Uentrop auszubauen.

Inzwischen passieren die A2 in den Ballungsräumen bis zu 120.000 Fahrzeuge pro Tag. Am Kamener Kreuz sind das durchschnittlich 80.000 Fahrzeuge am Tag, am Autobahnkreuz Oberhausen sogar 130.000 und am Autobahnkreuz Bielefeld fahren im Schnitt knapp 110.000 Fahrzeuge täglich.

 
 

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