Abtauchen in eine Kohlemine aus dem Jahr 1899

Dortmund..  Am Computer Kohle fördern, ohne sich schmutzig zu machen; Geld damit erwirtschaften, ohne ein Risiko einzugehen und dabei in das industrielle Zeitalter von vor 100 Jahren abtauchen? Das Dortmunder Unternehmen „Appidemic“ hat den Spieleklassiker „Glück auf“ aus dem Verlag Eggertspiele als PC-Spiel umgesetzt.

Für die „Appidemic“-Geschäftsführer Manuel Schenk und Kai Bluhm bestand die besondere Herausforderung darin, „den Brettspielcharakter zu behalten und zusätzlich eine besondere Atmosphäre am Computer zu schaffen.“ Dabei setzten die Dortmunder auf Liebe zum Detail, animierten Bergmänner, eine 3-D-Kohlemine und selbst komponierte Musikstücke. Im März soll das Spiel auf den Markt kommen. Ende Januar ist bereits die Beta-Version auf der Spielemesse in Nürnberg vorgestellt worden.

Schauplatz ist eine Kohlemine in Essen im Jahr 1899. Ziel des Familienspiels ist es, Loren zu produzieren, sie in das Bergwerk zu schicken und daraus Profit zu machen. Dafür gibt es Punkte und am Ende einen Sieg oder eine Niederlage. „Die künstliche Intelligenz bei ,Glück auf’ zu programmieren, war am schwierigsten“, erklärt Schenk. „Ist es zu einfach, hat man nämlich schnell keine Lust mehr.“

Vier Personen können gleichzeitig in den Kohlewettstreit treten: auf dem Tablet, am Computer oder auch dem Handy. Eigentlich ist das Unternehmen, das vor knapp einem Jahr von den Freunden Manuel Schenk und Kai Bluhm gegründet wurde, auf Anwendungen für Firmen und Controlling spezialisiert. „Wenn wir uns auf dem Markt der Spieleentwicklung ein zweites Standbein aufbauen könnten, würden wir uns sehr freuen“, sagt Kai Bluhm. Denn die Leidenschaft für ihren Beruf ist überhaupt erst durch ihren Spaß an Computerspielen entstanden. Und den wollen sie nun mit „Glück auf“ bei anderen wecken.

Mehr Informationen zum Spiel gibt es unter

www.appidemicstudios.de

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