Abgeordnete stellen sich gegen Fracking

Heinz Krischer
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Wirtschaftsminister Garrelt Duin soll am Mittwoch bereits Gutachten im Landtag vorstellen

Düsseldorf.  Bereits heute soll im Wirtschaftsausschuss des Landtages über das „Fracking“-Gutachten der Landesregierung diskutiert werden. Auf Drängen der CDU soll Wirtschaftsminister Garrelt Duin erklären, welche Erkenntnisse die Regierung aus der bisher unter Verschluss gehaltenen Studie zieht. Dabei geht es darum, wie riskant die Technik für die Erdgas-Förderung ist. Nach bisherigen Planungen soll das Gutachten am Freitag vorgestellt werden.

Ähnlich wie in dem von ExxonMobil im Frühjahr vorgelegten Gutachten wird auch die NRW-Studie erhebliche Risiken des Frackings beschreiben. „Fracking mit chemischen Mitteln sollte verboten werden“, sagt deshalb auch Josef Hovenjürgen (CDU) im Gespräch mit der WR. Die Ankündigung von ExxonMobil, im nächsten Jahr „ohne Gift“ fracken zu können, sieht der CDU-Abgeordnete skeptisch. „Mir ist bisher kein Verfahren bekannt, bei dem das funktioniert.“

Für seinen Kollegen Henning Höne (FDP) sei die Frage entscheidend, ob die Technologie beherrschbar ist – das müsste mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ von den Unternehmen bestätigt werden.

Für Wibke Brems (Grüne) gilt: „Trinkwasser und Grundwasser dürfen nicht gefährdet werden. Wenn die Gefahren in dem Gutachten so beschrieben werden, wie von uns befürchtet, dann ist Fracking aus meiner Sicht nicht verantwortbar.“