Düsseldorf

Wegen rassistischer Facebook-Posts eines Richters: Vergewaltigungs-Prozess in Düsseldorf muss wiederholt werden

Weil ein Schöffe sich rassistisch bei Facebook zu einem Fall geäußert hatte, muss ein Vergewaltigungsprozess in Düsseldorf komplett neu aufgerollt werden.
Weil ein Schöffe sich rassistisch bei Facebook zu einem Fall geäußert hatte, muss ein Vergewaltigungsprozess in Düsseldorf komplett neu aufgerollt werden.
Foto: Uli Deck / dpa
  • Vor dem Düsseldorfer Landgericht musste sich ein 39-jähriger Deutsch-Eritreer verantworten
  • Er soll seine Ex-Frau missbraucht haben
  • Einer der Schöffen postete rassistische Kommentare zum Fall ins Netz
  • Deshalb muss der Prozess wiederholt werden

Düsseldorf. Eklat im Düsseldorfer Landgericht. Weil ein Schöffe durch rassistische Facebook-Posts aufgefallen war, muss der Vergewaltigungs-Prozess gegen einen Deutsch-Eritreer komplett neu verhandelt werden. Das berichtet die WZ.

Der 39-Jährige soll seine Ex-Frau in einem Auto missbraucht haben. Dafür musste er sich vor einem Schöffengericht verantworten. Am Freitag dann der Paukenschlag. Weil sich einer der ehrenamtlichen Richter (Schöffe) mehrfach ausländerfeindlich in sozialen Netzwerken geäußert hatte, stellte der Verteidiger des Angeklagten einen Befangenheitsantrag. Dem wurde stattgegeben.

Wie die WZ berichtet, hatte der Schöffe die mutmaßliche Vergewaltigung des Deutsch-Eritreer bei Facebook mit den Worten: „Wiederum einer der beliebten Fachkräfte" kommentiert. Zudem postete er Sätze wie „„Wir sind bald eine Minderheit in Deutschland“ oder „Hätte nie gedacht wie recht Thilo Sarrazin hat“, so die WZ.

Das Strafverfahren muss nun noch einmal komplett neu verhandelt werden. (ds)

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