Warum in Köln Haltestellen "Kauf dir Süßes vom Pfand" heißen

In der Domstadt Köln trugen einige Haltestellen am Wochenende seltsame Namen.
In der Domstadt Köln trugen einige Haltestellen am Wochenende seltsame Namen.
Foto: dpa
Kuriose Namen trugen am Wochenende einige Haltestellen in Köln, darunter "Greif nach den Sternen" oder "Du bist nicht hässlich". Ein Unbekannter hatte die Anzeigetafel mit Aufklebern bestückt. Eine Idee, die bei Facebook-Nutzern gut ankam, bei den Kölner Verkehrs-Betrieben eher nicht.

Köln. "Kauf dir Süßes vom Pfand", "Die Trennung tut dir gut" oder "Du bist nicht hässlich": In Köln trugen einige Straßenbahn-Stationen am Wochenende recht seltsame Namen. Auf manchen Schildern, die zwischen den Gleisen stehen und den Linienweg anzeigen, tauchten plötzlich kuriose Namen von Haltestellen auf. Das las sich dann so: "Linie 15 Clodwigplatz - Ubierring - Greif nach den Sternen".

Unbekannte hatten die Anzeigen mit kreativen Sprüchen beklebt. So stand an einer Haltestelle: "Der Sonne entgegen", an einer anderen "Lach doch mal".

Aufgetaucht waren Fotos am Wochenende in einer offenen Facebook-Gruppe mit dem Namen Nett-Werk Köln. Viele User waren begeistert, kommentierten "geniale Aktion", "ganz tolle Idee" oder "weiter so". Der unbekannte Urheber der Sprüche sorgte bei ihnen offenbar für ein Schmunzeln - "das hebt die Stimmung", schrieb ein Nutzer.

"Sehr übler Scherz", finden die Kölner Verkehrs-Betriebe

Nachgefragt bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) bestätigt deren Sprecher Stephan Anemüller, dass es die Aufkleber auf den Informationstafeln wirklich gab. Irgendein "Scherzbold" habe sie in der Nacht zu Samstag aufgeklebt. "Angeblich soll es ein Werbetechniker gewesen sein", sagt Anemüller.

Bei den Verkehrs-Betrieben kommt die Idee allerdings nicht so gut an: Wenn Menschen auf Gleisen rumturnen und Schilder bekleben würden, dann sei das ein "sehr übler Streich", meint Anemüller. Und warnt, dass Kinder und Jugendliche dies nachmachen könnten.

Bereits am Wochenende schickten die Verkehrs-Betriebe Mitarbeiter los, die die Aufkleber entfernten. Bislang sind sie an neun Haltestellen fündig geworden. Für so einen "blöden Scherz" würden Kosten anfallen, die den Kölner Verkehrs-Betrieben nicht ersetzt würden, sagt Anemüller.

 
 

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