Vor Ort im Flüchtlingsheim Emmerich: Hier soll Anis Amri gewohnt haben

In dieser Unterkunft in Emmerich soll Anis Amri gelebt haben. Unser Reporter war vor Ort und schildert seine Erlebnisse.
In dieser Unterkunft in Emmerich soll Anis Amri gelebt haben. Unser Reporter war vor Ort und schildert seine Erlebnisse.
Foto: Peter Sieben
  • Am Mittwoch sollte es im Flüchtlingsheim Emmerich einen Polizeieinsatz geben
  • Der mutmaßliche Berlin-Attentäter soll hier gelebt haben
  • Unser Reporter war vor Ort

Emmerich am Rhein. 31.000 Einwohner, ein ruhiges Idyll. Jetzt blickt Deutschland auf die Kleinstadt Emmerich am Niederrhein.

Hier soll Anis Amri, der Terrorverdächtige von Berlin, in einem Flüchtlingsheim gewohnt haben. Wir sind vor Ort. Den halben Tag lang wird mit einem Polizeieinsatz gerechnet. Die Unterkunft soll durchsucht werden.

Beklemmend wie im Gefängnis

Der schlichte rote Bau erscheint fast ausgestorben. Auf jeder Etage befinden sich vier kleine Wohnungen, durch die Stahltüren wirkt es auf den abgeranzten Fluren so beklemmend wie in einer Justizvollzugsanstalt.

Eine Tür öffnet sich für uns. Ein Zimmer, vielleicht 18 Quadratmeter. Drei Menschen leben hier auf engstem Raum. In welcher Wohnung Anis Amri gewohnt hat, ist unklar.

Ein Iraker will ihn gesehen haben

Oder mit wem er das Zimmer geteilt haben könnte. Es ist nicht einmal ganz sicher, dass er überhaupt hier untergebracht war.

Die Bewohner des Hauses sind zurückhaltend. "Den habe ich ein paar Mal gesehen", meint ein Iraker. Zwei Flüchtlinge aus Albanien wollen dem Terrorverdächtigen wiederum noch nie begegnet sein.

Das Rätsel um Anis Amri geht also weiter.

 
 

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