Voerde

Voerde/NRW: Gleis-Killer stieß Mutter (†34) vor den Zug – ins Gefängnis muss er wohl nicht

Voerde/NRW: Jackson B. soll eine junge Mutter vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Er muss dafür wohl nicht ins Gefängnis, sondern in eine Psychatrie.
Voerde/NRW: Jackson B. soll eine junge Mutter vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Er muss dafür wohl nicht ins Gefängnis, sondern in eine Psychatrie.
Foto: Marcel Kusch/dpa

Voerde. Heimtückisch und mordlüstern - so soll Jackson B. (28) im Juli Anja N. (†34) in Voerde vor einen Zug gestoßen und sie dadurch getötet haben. Er wollte einen Menschen sterben sehen und nutzte dabei eiskalt aus, dass die 34-jährige Frau nicht mit dem hinterhältigen Angriff rechnete, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt.

Doch ins Gefängnis kommt der Serbe dafür wohl nicht.

Voerde/NRW: Jackson B. stieß Mutter vor Zug - ins Gefängnis muss er wohl nicht

Dieser Tage ist Post von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Duisburg eingetroffen. Darin das Ergebnis der Ermittlungen im Fall des Bahnsteig-Killers von Voerde. Statt einer Anklage hat die Staatsanwaltschaft Duisburg eine Antragsschrift vorgelegt. „Die Staatsanwaltschaft geht nach einem Gutachten davon aus, dass der Beschuldigte mindestens teilweise, eventuell auch ganz schuldunfähig ist“, erklärt Sarah Bader, Sprecherin des Landgerichts Duisburg, gegenüber DER WESTEN.

Das bedeutet: Jackson B. kann nicht verurteilt werden. Statt Knast droht ihm die dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik.

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Mutter stirbt noch im Gleisbett

Der vielfach vorbestrafte Mann soll am Morgen des 20. Juli zunächst einen Mann provoziert haben, dann Anja N. vor den einfahrenden Regionalzug gestoßen haben. Die Mutter einer 13-jährigen Tochter starb noch im Gleisbett.

Das Gericht muss nun im Zwischenverfahren prüfen, ob eine Anklage zugelassen wird. Wann ein Prozess gegen den Bahnsteig-Killer startet, steht noch nicht fest.

 
 

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