Polizei warnt: Unbekannter verschickt Bewerbungen mit Viren

Im Märkischen Kreis wurde ein virusverseuchtes Bewerbungsschreiben verschickt. (Symbolbild)
Im Märkischen Kreis wurde ein virusverseuchtes Bewerbungsschreiben verschickt. (Symbolbild)
Foto: cosmin4000 / iStock

Derzeit sollten Chefs und Firmen bei Bewerbungsschreiben äußerst vorsichtig sein. Wer derzeit eine Bewerbung per Email zugeschickt bekommt, sollte sich sehr sicher sein, woher sie kommt. Denn: Die Polizei warnt im Märkischen Kreis aktuell vor virenverseuchten Bewerbungsschreiben.

Emails von Hotel im Märkischen Kreis mit Viren verseucht

Dies sei in einem Hotel in der vergangenen Woche der Fall gewesen. Ein Virus habe den Server regelrecht lahmgelegt. Dabei sei dem Hotel ein Word-Dokument zugeschickt worden, das den Computer mit Viren verseuchte. Was allerdings an dem Fall erstaunlich war: Das Anschreiben sei in sauberem Deutsch formuliert worden und biete deshalb keine Hinweise auf eine „Mail-Bombe“.

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Polizei nimmt Ermittlungen wegen Computersabotage auf

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Computersabotage aufgenommen. Um was für einen Virus es sich handelt, konnte die Polizei im konkreten Fall noch nicht sagen.

Bundesamt für Sicherheit warnt vor Schad-Software

Die Polizei teilt aber außerdem mit, dass das Bundesamt für Sicherheit aktuell vor der Schad-Software „Emotet“ warne. Das sei eine groß angelegte Spam-Kanpagne, die erhebliche Schäden in ganz Deutschland verursache.

Das passiert, wenn du eine Viren-Mail öffnest

Dabei gaukeln dir die Emails vor, dass dir Bekannte oder Kollegen schreiben würden. Doch der Anhang der Datei habe eine Doppelendung. Das Mailprogramm zeige aber nur die erste Endung .pdf an. Geöffnet werden kann sie aber nur mit einem in der Mail genannten Passwort. Da solltest du aber schon misstrauisch werden. Denn dann werden die Daten auf dem PC verschlüsselt. Um wieder an sie heranzukommen, sollst du ein Lösegeld bezahlen.

Nichtsdestotrotz vermutet die Polizei, dass nicht jede Firma in einer solchen Lage Anzeige erstatten würde. Deshalb gehen die Beamten von einer erheblich höheren Dunkelziffer aus.

Die Polizei warnt vor Viren in Mails

Die Polizei warnt deshalb: „Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge! Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie sicherheitshalber beim Absender nach. Oft verraten sich virenbehaftete E-Mails durch eine leere oder eine neugierig machende Betreffzeile. Ein schlechtes Deutsch oder fremdsprachige Betreffs sollten ebenfalls misstrauisch machen.“

Auch, dass man den vermeintlichen Absender kenne, sei keine Gewähr für die Echtheit eines elektronischen Briefes. Niemals solle man auf Links klicken in unaufgefordert zugesandten Mails. Sie leiten häufig auf infizierte Webseiten weiter.

Da vor allem Unternehmen und Behörden solche Mails filtern, empfiehlt es sich, wichtige Nachrichten ausschließlich im „Nur-Text-Format“ zu schreiben. (js)

 
 

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