Verschleppte Arzu Ö. starb durch Kopfschüsse

Ein Foto der ermordeten Kurdin Arzu Ö. liegt in Detmold vor der Bäckerei, in der sie als Aushilfe arbeitete. Foto: Thorsten Ulonska/dapd
Ein Foto der ermordeten Kurdin Arzu Ö. liegt in Detmold vor der Bäckerei, in der sie als Aushilfe arbeitete. Foto: Thorsten Ulonska/dapd
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Im Fall der getöteten Kurdin aus Detmold hat die Staatsanwaltschaft weitere Details bekannt gegeben: Demnach wurde Arzu Ö. mit Schüssen in den Kopf getötet. Die junge Frau war von ihren Geschwistern entführt worden. Sie stehen im Verdacht, sie anschließend getötet zu haben.

Detmold.. Im Fall der von ihren Geschwistern verschleppten und getöteten Kurdin Arzu Ö. aus Detmold hat die Staatsanwaltschaft jetzt die Todesursache bekannt gegeben. Die 18-Jährige sei an Schüssen in den Kopf gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft Detmold am Freitag mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt, der Todeszeitpunkt sei derzeit noch unbekannt.

Die Geschwister sollen Arzu Ö. am 1. November aus der Wohnung ihres deutschen Freundes verschleppt und dann getötet haben. Ihre Leiche wurde erst Tage später auf einem Golfplatz nahe Lübeck gefunden.

Als Motiv vermuten die Ermittler, dass die jesidische Familie die Beziehung der jungen Frau zu einem Deutschen nicht duldete. Wegen der Tat sitzen derzeit drei Brüder und eine Schwester in Untersuchungshaft. Als Beschuldigte gelten zudem ein weiterer Bruder und der Vater der Toten. Einer der Brüder hat bislang gestanden, an der Entführung von Arzu Ö. beteiligt gewesen zu sein. Der Rest der Familie schweigt. (dapd/we)

 
 

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