Vermisste Kinder in NRW: Diese Fälle sind bis heute ungelöst – sie alle haben etwas gemeinsam

Vermisste Kinder in NRW: Es gibt hunderte Vermisstenfälle, die die Polizei bis heute vor ein Rätsel stellen. Besonders ein Detail ist erschreckend. (Symbolbild)
Vermisste Kinder in NRW: Es gibt hunderte Vermisstenfälle, die die Polizei bis heute vor ein Rätsel stellen. Besonders ein Detail ist erschreckend. (Symbolbild)
Foto: imago images / Waldmüller

Seit Anfang Juni besteht dringender Verdacht gegen einen Mann aus Deutschland, Maddie McCann 2007 in Portugal entführt zu haben. Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren und nun kommt die Frage auf: Ist der bereits mehrfach wegen Sexualstraftaten verurteilte Christian B. (43) verantwortlich für das Verschwinden anderer vermisster Kinder auch in NRW?

Die Liste von vermissten Kinder in NRW ist lang. Mehrere bis heute ungelöste Fälle beschäftigen die Polizei im Hinblick auf den neuen Ermittlungsstand um Maddie McCann derzeit besonders. Dabei sorgt ein Detail besonders für Erschrecken.

Vermisste Kinder in NRW: Bis heute ungelöste Fälle

Maddie McCann ist nicht das erste Kind, das in Portugal verschwand. Ganz in der Nähe des Hotels, in dem das Mädchen aus Großbritannien verschwand, verschwand 1996 auch der sechsjährige René Hasee aus Elsdorf bei Bergheim. Er war mit seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten im Sommerurlaub an der Algarve. Als seine Mutter ihn einen Moment aus den Augen ließ, war René Hasee plötzlich nicht mehr da.

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Der Tatverdächtige Christian B., der mögliche Entführer von Maddie McCann, soll zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt haben. Ein Verdacht, dass er auch für das Verschwinden des sechsjährigen René Hasee verantwortlich ist, könnte somit naheliegen. Schließlich trennen die beiden Orte des Verschwindens nur knapp 40 Kilometer. Besteht also ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von René Hasee und dem vorbestraften Christian B.?

Medien schrieben zwar, dass die Polizei in diesem Zusammenhang wieder die Ermittlungen aufgenommen habe. Ein Sprecher der Polizei stellte gegenüber DER WESTEN allerdings klar, dass es „keinerlei Hinweise“ auf einen Zusammenhang gebe. Somit werde die Polizei - nach aktuellem Stand - keine weiteren Ermittlungen aufnehmen.

Gemeinsamkeit mit weiteren Vermisstenfällen

Im Jahr 1996 verschwand auch Claudia Ruf. Das elfjährige Mädchen aus Grevenbroich-Hemmerden war am 11. Mai mit dem Nachbarshund Gassi gegangen und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Der Hund kam alleine zurück, Claudia Ruf wurde nach zweitägiger Suche in Euskirchen-Oberwichterich, 70 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt, tot aufgefunden. Untersuchungen ergaben, dass massive Gewalteinwirkungen auf den Hals sie umgebracht hatten. Außerdem hatte der Mörder Claudia Rufs Körper angezündet und sie war nackt. Eine Sexualstraftat konnte nicht ausgeschlossen werden.

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Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass der Täter spontan handelte und sehr wahrscheinlich in Hemmerden wohnte oder einen starken Bezugspunkt dorthin hatte. Eine heiße Spur des Mörders gab es jedoch nicht. Es vergingen 23 Jahre, dann rollte die Polizei den Vermisstenfall - ähnlich wie im Fall Maddie McCann - erneut auf. Der Fall gewann an starkem Medieninteresse. Die Sendung Aktenzeichen XY behandelte das Verschwinden der Elfjährigen im Fernsehen.

Schließlich forderte die Polizei Männer aus Claudia Rufs Umgebung dazu, an einem Gentest teilzunehmen. So erhofften sich die Ermittler, den Mörder doch noch fassen zu können. Aber der Massengentest brachte keinen Erfolg. Mit dem Aufkommen des Verdachts gegen Christian B. untersucht die Polizei derzeit mögliche Zusammenhänge auch zu Claudia Ruf. War Christian B. an jenem Maitag im Jahr 1996 in Hemmerden oder hielt er sich in Portugal auf?

Diese Frage gilt es nun zu klären. Denn Christian B. könnte Claudia Ruf getötet haben. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber DER WESTEN allerdings, dass die Ermittlungen gegen den 43-Jährigen „routinemäßig“ aufgenommen seien. Konkrete Hinwiese gebe es nicht. Darüberhinaus führte die Polizei nun erneut einen Massengentest mit 2400 Männern durch, bei dem die Ergebnisse noch ausstehen. Damit besteht noch Hoffnung, Claudia Rufs Mörder 24 Jahre nach ihrem Tod überführen zu können.

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Wie vom Erdboden verschluckt

Ein ähnliches Schicksal hat auch die achtjährige Deborah Sassen (auch Debbie genannt) aus Düsseldorf. Sie verschwand 1996 spurlos, als sie am 13. Februar nach der Schule auf ihrem kurzen Nachhauseweg nicht ankam. Ihr Verschwinden führte zu einem Großeinsatz der Polizei, doch die Suche blieb ohne Erfolg. Auch die Öffentlichkeit reagierte mit einer großen Anteilnahme. Eine Zeugin wollte Deborah Sassen auf einem zugefrorenen See gesehen haben, ein anderer hatte angeblich einen Unbekannten in einem Auto vor ihrer Schule beobachtet.

Doch Deborah Sassen hat sich wie in Luft aufgelöst. Auch von ihrem Turnbeutel und ihrer auffälligen Kleidung fehlt bis heute jede Spur. Die Achtjährige bleibt damit 24 Jahre nach ihrem Verschwinden weiterhin wie vom Erdboden verschluckt. In diesem Fall erwägen die Ermittler keinen möglichen Zusammenhang zu Christian B. Erst ein konkreter Hinweis oder ein neuer Verdacht wird zu weiteren Ermittlungen führen. <<< Wie es um den Fall Maddie McCann aktuell steht, liest du hier >>>

 
 

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