Vergnüglicher Adventsspaziergang mit Thomas Plaßmann

Essen..  Manchmal, mit etwas Glück, kommen alle Zutaten zusammen, die man für einen außergewöhnlichen Abend im Advent braucht: Schönes kaltes Winterwetter, die idyllische Kulisse der Altstadt von Essen-Werden, nette Gäste und ein prächtig aufgelegter Thomas Plaßmann, der die NRZ-Leser mit viel Sinn für feine Ironie durch seine Open-Air-Ausstellung führt. Noch bis zum 10. Januar zeigen die Einzelhändler in den Schaufenstern in den verwinkelten Gassen 50 großformatige Drucke von Plaßmanns Karikaturen zum Thema „Thomas Plaßmanns Weihnacht“. Das 112-seitige Buch zur Ausstellung ist längst vergriffen. Aber rechtzeitig vorm Fest soll der Nachschub da sein, verspricht Buchhändler Schmitz (www.schmitzbuch.de).

In seinem hübschen Buchladen ist’s schön warm. Das nutzten die 20 Leserinnen und Leser während ihres Rundgangs durch die Open-Air-Galerie am Donnerstagabend nur zu gerne, um sich die kalten Füße ein wenig zu wärmen. Und Thomas Plaßmann steht dann mitten im Laden, klappt sein Buch auf und trägt zur Begeisterung aller Besucher ein ums andere böse Adventsgedicht aus eigener Feder vor:

Advent, Advent ein Kerzlein brennt,
mit dem Flämmchen spielt der Klaus.
Advent, Advent Adventskranz brennt,
Klaus kriegt es nicht mehr aus.
Advent, Advent Gardine brennt,
Klaus denkt sich, ei der daus.
Advent, Advent das Zimmer brennt,
jetzt drängt es Klaus hinaus.
Advent, Advent, die Türe klemmt.
Betrüblich war der Weihnachtsschmaus ... so ohne Klaus.

„Oh wie böse“, ruft eine Leserin. Und lacht aus vollem Herzen.

 
 

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