Vergewaltigung im Fußball-Sonderzug: Täter war schon wegen Vergewaltigung verurteilt

In diesem Zug soll die junge Frau (19) vergewaltigt worden sein.
In diesem Zug soll die junge Frau (19) vergewaltigt worden sein.
Foto: Hans-Peter Reichartz / dpa

Mönchengladbach. Nachdem er in der Nacht zu Sonntag in einem Sonderzug für Fußballfans nach Mönchengladbach eine 19-Jährige vergewaltigt haben soll, hat sich der mutmaßliche Täter (30) bei der JVA Moers gestellt.

Der Deutsch-Pole aus Mönchengladbach hat angekündigt, aussagen zu wollen. „Wir wissen nicht, wie er aussagt, aber er hat ja gesagt, dass er sich äußern will“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Mutmaßlicher Zug-Vergewaltiger (30) lange polizeibekannt

Kurios: Der 30-jährige Gladbach-Fan meldete sich nicht etwa wegen des Missbrauchsfalls am Sonntag – sondern weil er eine mehrmonatige Haftstrafe wegen Körperverletzung antreten wollte, die noch ausstand.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Nach Vergewaltigung im Sonderzug: Gladbach-Fan stellt sich auf kuriose Weise

Mutmaßlicher Sexualtäter aus Fußballzug will aussagen

• Top-News des Tages:

Polizisten finden toten Mann in Essen - kurz darauf entdecken sie die Tatverdächtigen

Feiges Räuberduo streckt Mädchen in Essen mitten am Tag von hinten mit Bierflasche nieder - hast du etwas gesehen?

-------------------------------------

Außerdem ist der Mönchengladbacher laut „Bild“ viermal wegen Körperverletzung verurteilt worden. Ein fünftes Verfahren läuft noch. Sein Foto habe „in allen Polizei-Wachen Deutschlands“ gelegen, so das Portal.

Vergewaltigung, Hitler-Gruß und Körperverletzung

Der 30-Jährige wurde demnach am 22. Mai 2017 wegen Vergewaltigung, zwei vorsätzlichen Körperverletzungen und Zeigen des Hitler-Grußes zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Zwar sei der Mönchengladbacher in Berufung gegangen, jedoch erfolglos.

Die neuerliche Tat soll in der Zugtoilette eines Tanzwagens auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach passiert sein. In dem Sonderwagen hatten sich die junge Frau aus Bonn und ihr späterer Vergewaltiger kennengelernt.

Polizei konnte Opfer (19) vernehmen

Nach der Tat hatte die junge Frau per Handy ihre Eltern verständigt, die wiederum die Polizei riefen. Trotz sofortiger Fahndung konnte der mutmaßliche Täter danach zunächst unerkannt entkommen.

Die 19-Jährige war am frühen Sonntagmorgen von der Polizei im hessischen Flörsheim am Bahnhof in Empfang genommen und in eine Wiesbadener Klinik gebracht worden.

Sie konnte mittlerweile vernommen werden. (lin/mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN