Gruppenvergewaltigung in Velbert: Sie flüchteten ins Ausland – nun stehen zwei weitere Verdächtige (beide 15) vor Gericht

Nach einem Freibadbesuch wurde eine 13-Jährige von mehreren Jugendlichen in einen Wald gezerrt und dort vergewaltigt. (Symbolfoto)
Nach einem Freibadbesuch wurde eine 13-Jährige von mehreren Jugendlichen in einen Wald gezerrt und dort vergewaltigt. (Symbolfoto)
Foto: foto@luftbild-blossey.de
  • Im Fall um die Gruppenvergewaltigung in Velbert wird am Montag erneut verhandelt
  • Angeklagt sind zwei mutmaßliche 15-Jährige, die sich mit ihrer Familie in Bulgarien absetzten
  • Sechs andere Angeklagte wurden bereits im Oktober verurteilt

Velbert. Am Montag wird sich das Wuppertaler Landgericht erneut mit der Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Velbert befassen.

In diesem gesonderten Verfahren wird über die Strafe von zwei 15-Jährigen verhandelt, welche sich im Zuge der Tat mit ihren Familien in Bulgarien absetzten.

Sechs Jugendliche erhielten ihre Strafe bereits im Oktober

Die acht mutmaßlichen Täter lauerten der Schülerin auf, als sie aus dem Freibad kam und zerrten sie in ein Waldstück.

Sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren verurteilte das Gericht bereits im vergangenen Oktober.

Zwei mutmaßliche Täter konnten ins Ausland fliehen

Die höchste Einzelstrafe waren vier Jahre und neun Monate Haft.

Zwei weitere Verdächtige hatten sich mit ihren Familien nach Bulgarien abgesetzt, waren dort festgenommen und zurück nach Deutschland gebracht worden - zu spät für den ersten Prozess.

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Eine Spaziergängerin stoppte die grausame Tat

Ihnen wird nun in einem gesonderten Verfahren der Prozess gemacht, der - wie bei Jugendstrafprozessen üblich - unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird.

Die Jugendlichen sollen dem Mädchen nach einem Freibadbesuch aufgelauert, es in einen Wald gezerrt und dort sexuell missbraucht haben. Eine Spaziergängerin schritt ein und stoppte das Geschehen.

Einen der Täter konnte das Opfer selbst identifizieren

An der Tat im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Velbert sollen insgesamt acht Jugendliche aus Bulgarien beteiligt gewesen sein.

Das Opfer war seinen Peinigern selbst auf die Spur gekommen: Die 13-Jährige hatte auf Facebook nach einem der Jugendlichen gesucht und ihn schließlich auf einem Foto wiedererkannt.

Alle Streifenpolizisten suchten nach dem mutmaßlichen Täter

Er war ihr schon während der Tat bekannt vorgekommen.

Sein Foto war daraufhin an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden.

Videoaufnahmen auf seinem Handy waren mehr als belastend für ihn

Eine Streife erkannte ihn und nahm ihn fest. Für die Ermittler erwies sich die Festnahme als Volltreffer: „Er hatte sein Handy dabei, auf dem ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert war“, berichtete ein Staatsanwalt damals.

Damit waren dann auch die übrigen Verdächtigen ermittelt worden. (dpa)

 
 

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