Nach Gruppenvergewaltigung in Velbert: Polizei fahndet in Bulgarien nach Verdächtigen

Auf dem Heimweg von dem Parkbad in Velbert wurde ein Mädchen vergewaltigt.
Auf dem Heimweg von dem Parkbad in Velbert wurde ein Mädchen vergewaltigt.
Foto: dpa

Velbert. Im Fall der Gruppenvergewaltigung eines Mädchens in Velbert gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass sich zwei Tatverdächtige in Bulgarien aufhalten. Es seien internationale Fahndungsmaßnahmen veranlasst worden, teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium dem Innenausschuss des Landtags mit.

Die bulgarischen Behörden hätten jegliche Unterstützung zugesagt. Über das Bundeskriminalamt (BKA), das Landeskriminalamt und den BKA-Verbindungsbeamten bei Interpol Sofia würden alle Informationen ausgetauscht, hieß es in dem Bericht.

Gruppenvergewaltigung in Velbert: Spaziergänger hatten Mädchen gerettet

Mindestens acht Jugendliche aus Bulgarien sollen die 13-Jährige am 21. April in Velbert (Kreis Mettmann) in ein Waldstück gezerrt und missbraucht haben. Die verdächtigen Schüler sind zwischen 14 und 16 Jahre alt.

Eine Spaziergängerin hatte das Mädchen aus den Händen der Gruppe gerettet. Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die beiden Flüchtigen sollen sich mitsamt ihren Familien abgesetzt haben. Die Hauptverhandlung soll wegen des jungen Alters von Opfer und Tatverdächtigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Velbert: Opfer selbst hatte entscheidende Hinweise gegeben

Das Opfer hatte damals selbst die entscheidenden ersten Hinweise auf die Täter gegeben. Sie erinnerte sich, dass ihr einer der Jungen bekannt vorkam. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert: „In solch einer kleinen Stadt kennt man sich schon eher. Durch eigene Facebook-Recherche erkannte sie einen ihrer Peiniger wieder.“

+++ Missbrauch von Velbert: Wie das Opfer (13) die Täter selbst überführte +++

Obwohl der 15-jährige Gesuchte unter falschem Namen in dem Netzwerk registriert war, gab das Mädchen einen „ersten wichtigen Ermittlungsimpuls“. Die anderen möglichen Täter waren ihr wohl nicht persönlich bekannt.

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Trotzdem konnte sich zwei der drei Verdächtigen nach der Tat mit ihren Familien absetzen. „Wir haben auch bei den Vermietern nachgefragt. Die Wohnungen sind leer“, sagte der Staatsanwalt seinerzeit. (dpa/mb/fel)

 
 

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