Uber geht heute in NRW an den Start – schwerer Schlag für die Taxi-Branche

Uber geht in weiteren NRW-Städten an der Start. (Symbolbild)
Uber geht in weiteren NRW-Städten an der Start. (Symbolbild)
Foto: imago images / Nikita

Ab dem 11. April kannst du dich in einigen NRW-Städten mit der App „Uber“ herumfahren lassen. Dann startet der umstrittene Taxidienst in Köln, Bonn, Bergisch Gladbach, Kerpen, Erftstadt und Troisdorf. Viele Taxiunternehmen fürchten deswegen um ihre Existenz.

Mit Uber kannst du dir einen privaten Fahrer mit eigenem PKW buchen. Der bringt dich dann wie ein Taxifahrer zu deinem Wunschziel. So funktioniert Uber in anderen Ländern – in Deutschland ist dieses Geschäftsmodell wegen dem Personenbeförderungsgesetz verboten.

Uber geht in NRW mit UberX an den Start

Stattdessen kooperiert Uber in Deutschland mit Mietwagenfirmen, bei denen du nicht nur für kurze Zeit ein Auto, sondern direkt dazu auch den Fahrer buchen kannst. Das ist laut Gesetz dann erlaubt, wenn der Fahrer einen Persönenbeförderungsschein hat.

Das nennt sich dann UberX. Das amerikanische Unternehmen kassiert hierbei 25 Prozent des Fahrpreises.

Uber vermittelt auch Taxis

Das andere Modell heißt UberTaxi. Hier vermittelt die App Fahrgäste an Taxiunternehmen. Du zahlst hier den gleichen Preis wie in jedem anderen Taxi, aber auch hier zahlt das Taxiunternehmen eine Provision an Uber.

Bei einer Fahrt mit Uber kannst du unter Umständen richtig Geld sparen. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage geregelt. Suchst du einen Fahrer an einem Wochentag um 11.00 Uhr Morgens, wird das voraussichtlich günstiger sein als freitags nach der Partynacht.

+++ Tausende Taxifahrer demonstrieren gegen Gesetzesänderung +++

Der Fahrpreis im Taxi ist dagegen stabil, er ist an Tarifvereinbarungen von Ländern und den Kommunen gebunden.

Auch „normale“ Taxis über Apps buchbar

Uber ist nicht die einzige App, mit der du dir online einen Fahrer buchen kannst. Bei Taxi.EU und Mytaxi bekommst du herkömmliche Taxifahrten. Du siehst dort schon vor der Fahrt, wann ein Fahrer bei dir sein kann und wie viel dich die Reise kosten wird. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Uber kannst du trotzdem in bar beim Taxifahrer bezahlen – und ein Trinkgeld da lassen.

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Ist Uber as Ende des klassischen Taxis?

Viele Taxiunternehmen kritisieren Uber. Am Mittwoch fuhren viele Taxifahrer in Deutschland im Autokorso, um ihren Unmut gegenüber der neuen Konkurrenz deutlich zu machen.

„Uber versucht, mit Niedrigpreisen die Kundschaft zu locken und bestehende Taxistrukturen zu zerstören“, sagt Aleksandar Dragicevic von „Taxi-Ruf Köln“ gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Dem Unternehmen gehe es darum, mit seinen Billigpreisen die alteingesessenen Taxiunternehmen zu verdrängen – um dann selbst die Preise anzuziehen.

Weniger Einnahmen für Taxiunternehmen

Das befürchteten auch Taxiunternehmen in anderen deutschen Städten. In Berlin und München gäbe es zwar immer mehr Uber-Mietwagen. Die Anzahl der Taxis hätte sich allerdings nicht verringert.

In Düsseldorf gibt es Uber seit 2018. Dort hätten die Taxiunternehmen weniger Einnahmen gehabt als vor dem Start des US-Unternehmens.

Neben der Region Köln gibt es Uber in Deutschland schon in Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt.(dpa/vh)

 
 

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