Tödlicher Pilz bedroht Kröten & Co.

An Rhein und Ruhr..  Der Countdown läuft. Sobald es auch nachts wieder etwas wärmer ist, beginnen die Kröten wieder mit der Wanderung zu ihren Laichgewässern. „Das könnte schon nächste Woche der Fall sein“, sagt Peter Schütz vom Landesumweltamt (Lanuv). Die Behörde mahnt Helfer, die Kröten über die Straßen tragen, aber auch alle anderen, die mit Amphibien zu tun haben, zu besonderer Hygiene. Tödliche Hautpilze bedrohen die Tiere und sollen nicht von Gewässer zu Gewässer verbreitet werden.

Die beiden eingeschleppten, sogenannten Chytridpilzarten lieben die feuchte Haut der Amphibien, toben sich dort so richtig aus. Für Menschen, Vögel und Reptilien sind sie ungefährlich. Einer der Pilze war schon vor Jahren bei Fröschen in der Ruhraue festgestellt, nachdem aber 2015 auch die andere Pilzart erstmals in NRW auftrat (bei Feuersalamandern in der Eifel), ist das Lanuv in Sorge: „Wir haben eine neue Situation. Dadurch, dass jetzt beide Pilze in NRW aufgetreten sind, sind alle unsere 18 Amphibienarten bedroht“, sagt Schütz. Kröten, Frösche, Molche, Salamander – alle.

Was also ist zu tun? Das Lanuv empfiehlt Kescher und Schuhwerk vorm nächsten Gewässer gut zu reinigen und zu trocknen, auch Desinfizieren ist möglich. „Am besten hat man Wechselsachen im Auto mit dabei“, meint Schütz.

 
 

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