Bochum

Todkranker Einstein-Urenkel statt „Toto und Harry“: So seltsam ist die neue Bochum-Krimiserie auf Sat.1

„Einstein“ läuft immer dienstags um 20.15 Uhr in Sat1.
„Einstein“ läuft immer dienstags um 20.15 Uhr in Sat1.
Foto: obs/SAT.1/Martin Bauendahl
  • Am Dienstagabend ist die neue Sat1-Serie „Einstein“ gestartet
  • Tom Beck unterstützt als hyperintelligenter Physik-Professor die Bochumer Kripo bei Ermittlungen
  • Du hast nicht eingeschaltet? Im Artikel verraten wir dir, warum du darüber nicht traurig sein musst!

Bochum. Toto und Harry waren gestern! Ab sofort übernimmt Tom Beck auf Sat.1. Als Physiker unterstützt der „schöne“ Kommissar die Bochumer Kripo.

Am Dienstagabend startete die neue Sat.1-Krimiserie „Einstein“.

Worum geht's?

Protagonist Tom Beck alias Felix Winterberg (natürlich Ururenkel von Albert Einstein) doziert eigentlich an der Ruhr-Uni, unterstützt die Bochumer Kripo mit seinem wissenschaftlichen Know-How aber regelmäßig beim Ermitteln.

Der erste Fall: In der ersten Folge ermittelt die Bochumer Kripo wegen Mordes im Freibad.

Warum die Serie total merkwürdig ist

In der Serie spuckt der neunmalkluge Kommissar nicht nur andauernd mit Fachbegriffen, Einstein-Zitaten und verbalen Spitzen um sich („Lieber lass ich mich im Cern mit Misonen beschießen, als im Staatsdienst zu versauern“), er ist auch totkrank.

Der superschlaue Berater leidet an Chorea Huntington. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr. Um seine Physik-Studenten auch weiterhin mit Wissen zu berieseln, greift er gerne mal zu Amphetaminen (Breaking Bad lässt grüßen?).

Das sorgt natürlich immer wieder für Stress mit den Kripo-Kollegen.

Lustige Dialoge? Fehlanzeige!

Fazit bisher: Wenig Krimi, dafür viele „lustige“ Dialoge, die aber gekünstelt und aufgesetzt klingen.

Und weil uns Tom Beck schon in vielen anderen Rollen seinen Adonis-Körper präsentiert hat, zieht er auch in der ersten „Einstein“-Folge blank und rennt als ermittelnder Superschlauer in Badeshorts durchs Schwimmbad.

Die Zuschauer finden die neue Sat1-Serie auf Twitter nur mäßig:

Auch wenn er sonst alles weiß: Ruhrpott-Charme ist für Einstein-Nachkomme ein Fremdwort

So richtig Ruhrpott sticht auch noch nicht hervor. Okay, es gibt ein paar Bochumer Gebäude wie die Ruhr-Uni zu sehen, aber das war's dann auch erst mal. Auch Tom Beck kauft man den Bochumer-Jung nicht ab. Im Gegensatz zu Toto und Harry ist Beck nämlich ein Franke. Also weit weit weg vom Pott-Original.

Du bist Beck-Fan? Dann wird dich „Einstein“ sicher glücklich machen. Wenn du aber einen waschechten Ruhrpott-Krimi suchst, ist die Serie für die falsch..Am Ende bleibt's halt eine typische Sat1-Produktion. Und die liegt irgendwo zwischen Seifenoper und „Sat1-Event-Kino“.

(jsc)

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