Schäferhund vegetiert im dunklen Keller: Jetzt äußert sich das Veterinäramt – „Haltung muss akzeptiert werden, auch wenn sie nicht optimal ist“

Liegender Deutscher Schäferhund *** Liegender German Shepherd dog Copyright: imageBROKER/DoreenxZorn ibxpia04566634.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung!
Liegender Deutscher Schäferhund *** Liegender German Shepherd dog Copyright: imageBROKER/DoreenxZorn ibxpia04566634.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung!
Foto: imageBROKER/Doreen Zorn / imago/imagebroker

Halle. Das Video eines Schäferhundes, der in völliger Dunkelheit in einem Keller liegt, hat in den letzten Tagen im Internet für Aufregung gesorgt.

Tierschützerin Sandra Borchert hatte das Video bei Facebook gepostet, in dem zu sehen ist, dass ein Schäferhund in einem vollkommen dunklen Keller in seiner kleinen Plastikwanne liegt. Um ihn herum nur kahle Wände, Schmutz und ein Wassernapf - „Immerhin“ kommentiert ein User das Video bei Facebook.

Das Veterinäramt kann nicht eingreifen, Kellerhaltung sei unter bestimmten Auflagen gesetzlich erlaubt (wir berichteten).

Schäferhund soll seit Jahren in einem dunklen Keller leben

Laut der Tierschützerin würde das nun seit vier Jahren bereits so gehen, Nachbarn berichten, dass der Schäferhund bis zu 20 Stunden im Keller verbringe, ohne soziale Kontakte.

Nun hat der Kreis Gütersloh eine Stellungnahme zu den Vorwürfen veröffentlicht.

Darin wird daraufhin gewiesen, dass das Veterinäramt bereits Anfang August bei der Halterin des Schäferhundes gewesen sei, nachdem es zum ersten Mal Vorwürfe gegeben hatte. Damals wurde der Halter aufgefordert, eine zusätzliche Wärmedämmung (zum Beispiel eine Decke) und zusätzliche Beleuchtung zu installieren. Ansonsten habe die Haltung den Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung entsprochen.

Veterinäramt veröffentlicht Stellungnahme

Ende September habe es eine erneute Überprüfung gegeben, bei der alles den Vorgaben entsprach. Das Video sei demnach schon etwas älter gewesen.

„Nach unserer Kenntnis wird der Hund momentan nicht mehr im Keller gehalten. Auch trifft die (...) Behauptung, wonach der Hund seit vier Jahren ununterbrochen und ohne Sozialkontakte (...) eingesperrt gewesen sein soll, nicht zu“, heißt es in der Stellungnahme.

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Der Hund habe keinerlei untypische Verhaltensaufweise gehabt, außerdem sei der Hund gesund und gepflegt.

„Eine Verordnungs-konforme Haltung muss akzeptiert werden, auch wenn sie nicht als optimal angesehen wird.“ Mit diesem Satz endet die Stellungnahme des Kreis Gütersloh.

Facebook-Seite der Tierschützerin ist mittlerweile eingeschränkt

Die Facebook-Seite der Tierschützerin Sandra Borchert ist mittlerweile nur noch eingeschränkt nutzbar, heißt es von anderen Tierschützern. Das habe die Polizei veranlasst.

Die Polizei Gütersloh dementiert das jedoch. „Wir können keine Facebook-Profile sperren und Unterlassungsanträge stellen. Das können nur Anwälte“, heißt es von einer Polizeisprecherin.

Wie es dem Hund derzeit geht und ob er wirklich nicht mehr in dem dunklen Keller hausen muss, ist unklar.

 
 

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