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Tierheim in NRW schlägt Alarm – „Funktioniert nicht mehr“

Mitarbeiter vom Tierheim Moers (NRW) sprechen eine dringende Warnung an Tierschützer aus. Es geht um Hundevermittlung aus dem Ausland.

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Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Es sind alarmierende Worte, mit denen sich das Tierheim Moers (NRW) jetzt an seine Fans auf Facebook wendet. Dabei geht es zunächst um ein Thema, das eigentlich ein positives ist – Tierschutz.

Dass der aber auch seine Schattenseiten haben kann und wie darunter nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen leiden, macht das Tierheim in NRW jetzt ganz deutlich.

Tierheim in NRW spricht wichtiges Thema am

Durch eine Hunde-Adoption aus dem Ausland Tieren ein neues Zuhause schenken und sie damit vor einem traurigen Schicksal bewahren – das ist es wohl, was viele Tierfreunde wollen, wenn sie sich für einen solchen Weg entscheiden. Wie es anschließend weitergeht, ist allerdings nicht immer so rosig, wie zu Beginn gedacht.

Denn wenn es mit dem Tier plötzlich zu Problemen kommt, die neuen Besitzer überfordert sind, oder der Hund auch schon mal gebissen hat, würden viele der vermittelnden Vereine sich plötzlich nicht mehr in der Verantwortung sehen.

„Die rettenden Vereine helfen bei den Fällen, die uns erreichen, nicht. Die rettenden Vereine haben gerade leider keine Pflegestelle frei und können auch überhaupt nicht verstehen, warum der bis dato unauffällige Hund sich nun so verhalten sollte“, macht das Tierheim Moers deutlich.

++ Hund in NRW-Tierheim gebracht – was Besitzerin dort anstellt, macht Pfleger „fassungslos und sprachlos“ ++

Tierschützer werden deutlich

Dann betont das Tierheim, dass es in ihrer eigenen Vermittlung vor allem darum gehe, Probleme und Risiken vorab zu klären und sich ein „Bild vom Miteinander“ zu machen. Es folgt ein eindeutiger Appell: „Am Ende sollen die Tierheime ausbaden, was unter dem Deckmantel des Tierschutzes vor die Wand gesetzt wurde. Das funktioniert nicht mehr. Die Tierheime sind voll.“


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Das Argument, „in Deutschland gibt es keine Tötungen, das ist allemal besser für die Hunde“ funktioniere nicht mehr. Weiter heißt es: „Der verzweifelte Halter, der keine Hilfe vom ‚vermittelnden‘ Verein bekommt, keinen Platz in einem Tierheim findet, kein Geld oder keine Bereitschaft für eine Unterbringung in einem Resozialisierungszentrum hat, der findet eine ‚medizinische Lösung‘ für seine Not. Es wäre naiv, davor die Augen zu verschließen.“