Tierfotograf macht Schnappschuss von Fuchs: Vor seinen Augen passiert Grausames

Auf dem Bild schaut der Fuchs noch in die Kamera, wenige Sekunden später trifft ihn eine Kugel.
Auf dem Bild schaut der Fuchs noch in die Kamera, wenige Sekunden später trifft ihn eine Kugel.
Foto: Tierfilmer Jens Klingebiel

Twistetal-Elleringhausen. Die Fotos werden hundertfach bei Facebook geteilt, auch in vielen Ruhrgebietsgruppen. Ein Fotograf legt sich auf die Lauer, macht Bilder von einem Fuchs. Dann der Schock: Vor seinen Augen wird das Wildtier plötzlich zerrissen. Vermutlich zerfetzt durch die Kugel eines Jägers.

Die Bilder lassen einen schaudern. Publik wird der Fall durch einen Tierfilmer, der die Bilder bei Facebook postet (Achtung: Die Bilder sind extrem brutal).

Dort schreibt er: „Ich habe einen befreundeten Fotografen darum gebeten, nach Fuchs- und Dachsbauen Ausschau zu halten.“ Der junge Mann positionierte sich 12 Meter entfernt von dem Fuchs. „Beim 3. Bild geschah es wie aus heiterem Himmel“, schildert er die Situation.

Fuchs wird durch Kugel zerfetzt: Fotograf macht grausamen Schnappschuss

„Zufällig löste der Fotograf genau in diesem Moment aus und dokumentierte einen sinnlosen und verboten Tod eines Tieres, welches momentan seine Jungen aufzieht. Unschuldige Welpen, die jetzt wahrscheinlich erbärmlich verhungern“, heißt es weiter in dem Post. Später korrigiert er: Hinweise darauf, dass der Fuchs Jungtiere aufzieht, gäbe es nicht.

„Bei einem Abstand von gerade einmal zwölf Metern schwebte aber auch der Fotograf in Lebensgefahr. Eine Ungenauigkeit oder ein Querschläger hätten einem Tierfreund, der sich für ein faszinierendes Wildtier begeistert hat, problemlos das eigene Leben kosten können.“

Der Bericht wirft viele Fragen auf. Der Fotograf, der die Aufnahmen gemacht haben soll, ist zu einem Gespräch nicht bereit.

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Jäger soll Tier in eigenem Bau entsorgt haben

Ereignet haben soll sich der Abschuss des Fuchses bereits am 24. April im nordhessischen Twistetal-Elleringhausen, in der Nähe des Sauerlands. Das Tier befand sich in der Schonzeit. In diesem Zeitraum dürfen Wildtiere nicht gejagt werden.

Der Jäger soll sich anschließend mit seinem Auto entfernt haben. Nach Angaben des Fotografen habe er später noch einen Waschbären geschossen. Die beiden toten Tiere stopfte er dann angeblich in den Fuchsbau, wie Bilder zeigen.

Tierschutzorganisationen haben Anzeige erstattet

Der Fotograf konfrontierte den Jäger später mit den unerlaubten Abschüssen.

Anstatt sich aber zu entschuldigen und seinen Fehler zu zugeben, hat er alles abgestritten und behauptet, sein Auto sei wohl von einem anderen benutzt worden“, ärgert er sich gegenüber der „Waldeckischen Landeszeitung“.

Einige Tierschutzvereine haben mittlerweile angekündigt, Anzeige zu erstatten. Die zuständige Polizei in Korbach bestätigt, dass bereits zwei Anzeigen eingegangen seien. Das Problem: Weder der Fotograf, noch der Jäger werden dort namentlich genannt. Somit können die Ermittler nur schwer Zeugen ausfindig machen und befragen.

Die Schonzeit für Füchse und Waschbären gilt in Hessen am 1. März und endet am 14. August. In dieser Zeit dürfen die Tiere nicht geschossen werden. (mb)

 
 

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