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„The Voice of Germany“ auf Pro7: Michael Patrick Kelly lüftet Geheimnis um wichtigstes Bühnen-Accessoire

Er ist der Neue in der Jury: Michael Patrick Kelly.
Er ist der Neue in der Jury: Michael Patrick Kelly.
Foto: Pro7/Sat1

Essen. Es ist wieder so weit: Am 18. Oktober startet die neue Staffel „The Voice of Germany“ bei Sat1 und Pro7.

Neu in der Jury ist Michael Patrick Kelly. Wir haben mit dem ehemaligen Sänger der Kelly Family über die Show, Druck und sein wichtigstes Bühnen-Accessoire gesprochen.

Hallo Michael Patrick, du bist nun Coach bei The Voice of Germany 2018. Wie kam es dazu?

Pro7/Sat1 und die Produzenten der Sendung haben wohl mitbekommen, dass ich jetzt in meiner zweiten Musikerkarriere als Solokünstler unterwegs bin, und dass das ganz gut läuft.

Ich stehe ja auch schon, seit ich ein Kind bin, auf der Bühne und habe dadurch viel Erfahrung. Davon kann ich den Talenten manches mitgeben.

Du hast als Juror und Coach viel Verantwortung für deine Talente. Wie gehst du damit um?

Wir sind bei The Voice of Germany zum Glück keine Richter, wir sind Coaches. Ich will unverwechselbare Stimmen, die mit viel Gefühl singen, finden. Ich versuche den Talents einen Weg aufzuzeigen, ihnen Ratschläge zu geben, Techniken vorzuschlagen, sie bekommen von mir aber auch konstruktive Kritik.

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Viele wissen das und zerbrechen aber trotzdem daran.

Du brauchst eine dicke Haut. Ich habe das schon früh gelernt. Ich war im Teeniealter als Straßenmusiker unterwegs, da habe ich mir eine gewisse Härte zugelegt. Im Regen zu singen, von der Polizei oder vom Ordnungsamt vertrieben zu werden, oder mit anderen Musikern um deinen Platz zu kämpfen – das war eine wahnsinnig gute Schule, um den Zirkus Showbusiness durchzustehen.

Den Hintergrund haben die meisten der Talente vermutlich nicht. Wie kannst du ihnen helfen?

Ob man das schafft oder nicht, hängt viel mit der eigenen psychischen Konstitution zusammen. Du musst vorher wissen, dass bei Künstlern mehr Aufmerksamkeit da ist als zum Beispiel bei einem Bauarbeiter oder Verkäufer.

Amy Winehouse war so ein Beispiel, sie war schon vor ihrer Karriere in gewisser Weise labil. Da hat der Ruhm nicht gerade geholfen. Künstler sind oft sensible Seelen.

Wir hatten zum Beispiel ein sehr junges Talent bei den Blind Auditions mit einer tollen Stimme, für die ich gebuzzert habe. Manche Teenager haben aber noch Unsicherheiten und sind noch nicht ganz im Leben angekommen. Da haben wir, wenn wir merkten, dass es zu viel wurde, immer wieder Druck rausgenommen. Am Ende liegt die Entscheidung aber beim Talent selbst. Merke ich aber, dass es zu viel wird, würde ich sofort die Handbremse ziehen.

Wie konntest du die Talente für dich überzeugen?

Ich habe den Talenten zum Beispiel gesagt: 'Ich bin zwar der Neue, aber ich habe die meiste Erfahrung'. Ich stand schon als Kind auf der Bühne, da gingen die anderen noch zur Schule. (lacht) Das klingt jetzt frech, aber wenn du neben Mark und den Fantas sitzt, darfst du keine falsche Bescheidenheit zeigen.

Welche Talente sollten in dein Team kommen?

Ich wollte zum Beispiel alle Rocker zu mir holen. Bei einem Talent habe ich spontan eine E-Gitarre geschnappt und 'Are you gonna go my way' von Lenny Kravitz für ihn gesungen.

Aber auch Leute, die französisch, italienisch oder spanisch singen, weil ich diese Sprachen auch gerne spreche. Ich habe auch ein Talent, das Irisch Folk gesungen hat, das war bei mir natürlich Back to the Roots.

Wer hat noch ein starkes Team?

Vor Yvonne Catterfelds Team habe ich großen Respekt. Sie hat wirklich starke Talente.

Viele Casting-Show-Kandidaten haben ein paar gute Monate und geraten dann in Vergessenheit. Wie kann man dauerhaft erfolgreich bleiben?

Klar muss sein: Castingshows sind nicht der einzige Weg, um Musiker zu werden. The Voice of Germany ist aber eine große Chance. Für den dauerhaften Erfolg musst du Deinen persönlichen Weg finden, und da hilft es nicht, nur eine gute Stimme zu haben.

Was auffällt: Die, die länger erfolgreich bleiben, haben nicht zwingend die Castingshow auch gewonnen. Max Giesinger zum Beispiel, oder auch Alma. Aber sie arbeiten hart, haben gute Songs. Es gehört natürlich auch ein gutes Management und eine gute Plattenfirma dazu.

Bei manchen merkt man: Die machen das mehr für den Fame, als für die Musik. Andere wollen nur Musik machen und wollen den Fame gar nicht. Du musst die Mitte finden.

Die letzte Frage ist eine Modefrage: Du trägst bei Konzerten immer die eine Lederjacke. Was ist ihr Geheimnis?

Die Jacke habe ich von meinem Stylisten anfertigen lassen. Darauf sind Symbole, die mir etwas bedeuten. Sie ist für mich eine Art Rüstung geworden. Ich habe als Jugendlicher viel Grunge und Hardrock gehört. Das ist eine Seite an mir, die man von außen vielleicht nicht so wahrnimmt. Wer zu meinen Live-Shows kommt, kennt aber auch meine rockigen Lieder, die ich gerne mit der Jacke performe. Nach fünf/sechs Songs ziehe ich sie auf der Bühne aber auch aus. Einfach, weil ich sonst zu viel schwitze.

 
 

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