Terror-Alarm in Köln: Ermittler finden wohl drittgiftigsten Stoff der Welt

Köln: SEK Beamte mit Atemschutzmasken verlassen ein Hochhaus. Im Kölner Stadtteil Chorweiler stürmte die Polizei wegen Verdachs auf Umgang mit giftigen Stoffen die Wohnung eines Mannes.
Köln: SEK Beamte mit Atemschutzmasken verlassen ein Hochhaus. Im Kölner Stadtteil Chorweiler stürmte die Polizei wegen Verdachs auf Umgang mit giftigen Stoffen die Wohnung eines Mannes.
Foto: David Young / dpa

Köln. In der Wohnung des 29-Jährigen Tunesiers, der am Dienstagabend in seiner Wohnung in Köln-Chorweiler festgenommen wurde, ist eine hochgiftige Substanz aufgefunden worden. Das erfuhren „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen.

Der Festgenommene steht unter Verdacht, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben.

Ermittler entdeckten wohl Rizin in der Wohnung

Dabei soll es sich um das Gift Rizin handeln - eine extrem toxische Substanz, die bereits in kleinsten Mengen tödlich ist. Nach den Bakteriengiften Botulinustoxin A und Tetanustoxin ist Rizin die drittgiftigste Substanz der Welt.

Welche Menge dieses Stoffs die Ermittler in der Wohnung entdeckten, ist noch nicht bekannt.

------------------------------------

• Mehr zum Thema:

Großeinsatz der Polizei in Köln: Mann (29) wegen toxischer Substanzen festgenommen

• Top-News des Tages:

Guns N' Roses in der Veltins-Arena – So war das Konzert in Gelsenkirchen

Schon mal von Skimboarding gehört? Im Naturbad Mülheim trifft sich am Wochenende die Board-Elite zur Europameisterschaft

-------------------------------------

Tatverdächtiger wohl im November 2016 eingereist

Wie „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichten, soll der Tatverdächtige erst im November 2016 nach Deutschland eingereist sein. Er galt als unauffällig und war polizeilich bislang noch nicht in Erscheinung getreten.

Staatsschutz und Ermittlungsbehörden waren durch einen Hinweis auf den Mann aufmerksam geworden. Danach wurde er von einem Mobilen Einsatzkommando observiert, bis es am Dienstagabend zur Festnahme kam.

Kinder nicht in der Obhut des Jugendamts

Die Stadt Köln verwies darauf, dass sie die Kinder des Ehepaares nicht unter ihre Obhut genommen habe, wie zuvor von der Polizei berichtet worden war. Es treffe nicht zu, dass das Jugendamt involviert sei, erklärte eine Sprecherin. Polizei und Feuerwehr hatten am späten Dienstagabend im Stadtteil Köln-Chorweiler teils mit Atemschutzmasken die Wohnung der Familie durchsucht.

Spezialisten in Dekontaminationsanzügen hatten die unbekannten Mittel sichergestellt und erste Analysen durchgeführt. Auch am Mittwoch waren zunächst noch Einsatzkräfte vor Ort, am Hochhaus blieb es bei den Absperrungen.

(dpa/ mb)

 
 

EURE FAVORITEN

Richter erläutert Sami A.-Urteil

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.
Do, 16.08.2018, 15.38 Uhr

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.

Beschreibung anzeigen