Essen

Sturmtief „Thomas“ wütet an Altweiber über NRW - so wird das Wetter an Rosenmontag

In Düsseldorf fegte der Sturm ein Dach von einer Halle.
In Düsseldorf fegte der Sturm ein Dach von einer Halle.
Foto: Patrick Schüller / ANC-NEWS
  • Umgestürzte Bäume und lahmgelegte Züge: Sturmtief "Thomas" braust am Donnerstagabend über NRW
  • Auch die Karnevalisten müssen unter den Windböen leiden
  • Für Rosenmontag rechnen die Meteorologen mit weniger heftigem Wetter

Essen. Sturmtief "Thomas" hat am Altweiber-Donnerstag in der Region gewütet.

Der Wind ließ jedoch im Laufe der Nacht nach. Der Deutsche Wetterdienst hob in der Nacht zum Freitag alle Unwetterwarnungen für das Flachland wieder auf. Nur noch in den in den Hochlagen bestehe Gefahr von orkanartiger Böen, sagte ein Meteorologe des Wetterdienstes.

Am Abend hatte der Sturm für gestiegene Flusspegel, Entwurzelte Bäume und lahmgelegte Bahnstrecken gesorgt.

Baum stürzt auf ICE

Unter anderem in Herne hat ein umgestürzter Baum parkende Autos demoliert. Auch in anderen Orten im Ruhrgebiet gab es Schäden durch herabgestürzte Äste.

In Essen rückte die Feuerwehr zu mehr als 20 Einsätzen aus, in Bochum zu 27.

In Mülheim rückte die Feuerwehr zu zehn Einsätzen aus. Die Einsätze verteilten sich auf das gesamte Stadtgebiet. In Speldorf, Saarn und Holthausen blockierten umgestürzte Bäume mehrere Straßen. Die Fahrbahnen konnten aber schnell von den Einsatzkräften freigeschnitten werden, teilt die Feuerwehr mit.

Probleme gab es unter anderem am Wuppertaler Hauptbahnhof, wie eine Bahnsprecherin sagte. Kurz vor dem Bahnhof stürzte ein Baum auf die Oberleitung und auf einen ICE. Die rund 70 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht. Der liegengebliebene ICE verursachte weitere Verspätungen anderer Züge.

Am Dortmunder Bahnhof und auf mehreren Strecken in Nordrhein-Westfalen konnten zwischenzeitlich keine Züge fahren. Sperrungen gab es auch in Niedersachsen, Baden-Württemberg Schleswig-Holstein, die alle in der Nacht wieder aufgehoben wurden.

Jecken beenden in Düsseldorf Bühnenprogramm

Bei Aachen stürzte ein Baum auf einen Thalys-Zug. In Bremen stürzte bereits am Nachmittag ein sieben Meter hoher Baum auf einen stehenden Zug. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr mit. In dem Zug saßen etwa 50 Reisende.

Lediglich nahe Frankfurt am Main bleibt die Strecke zwischen Niedernhausen und Idstein auch am Freitagvormittag gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Nach seinen Angaben gab es am späten Donnerstagabend zwar keine großen Zwischenfälle, aber eine beträchtliche Summe kleinerer Störungen.

In Düsseldorf beendeten die Karnevalisten wegen des schlechten Wetters ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig. Für den Rosenmontag sagt der Deutsche Wetterdienst eine entspanntere Lage mit etwas Regen voraus. Mit einem Sturm wie im vergangenen Jahr wird nicht gerechnet.

Am späten Abend fegte der Sturm ein Dach von einer Halle an der Telleringstraße. Die Feuerwehr entfernte lose Teile vom Dach. Auch ein Baugerüst im Stadtteil Carlstadt stürzte ein.

150 Einsätze der Feuerwehr in Köln

In Köln, wo die Rettungskräfte ohnehin wegen der Karnevalsfeiern im Großeinsatz waren, zählte die Feuerwehr am Abend bereits mehr als 150 Einsätze. Ein Autofahrer wurde dadurch schwer verletzt, dass ein im Sturm umgeknickter Baum auf seinen Wagen stürzte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte.

Der etwa 25 Meter hohe Baum demolierte noch zwei weitere Fahrzeuge.In Bonn wurde wegen der Sturmwarnung eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt.

Für den Rosenmontag sagt der Deutsche Wetterdienst eine entspanntere Lage mit etwas Regen voraus. Mit einem Sturm wie im vergangenen Jahr wird nicht gerechnet. (pen/dpa)

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