Sturmtief „Friederike“: Zugverkehr in NRW ab sofort eingestellt

Sturmtief „Friederike“ wirbelt den Fahrplan durcheinander.
Sturmtief „Friederike“ wirbelt den Fahrplan durcheinander.
Foto: dpa

Sturmtief „Friederike“: Der Zugverkehr in NRW ist ab sofort eingestellt.

„Aktuell können wir noch keine Prognose abgeben, wie lange es dauern wird. Das hängt natürlich von der Wetterlage ab“, sagte Kirsten Verbeek, Sprecherin der Deutschen Bahn in NRW gegenüber DER WESTEN.

Deutsche Bahn kann keinen Ersatzverkehr anbieten

Züge, die noch unterwegs sind, fahren „geeignete Stellen“ an. Das bedeutet, dass Reisende den nächsten Bahnhof erreichen werden.

Einen Ersatzverkehr wird es von dort aus allerdings nicht geben. „Einen landesweiten Ersatzverkehr können wir leider nicht anbieten“, so Verbeek. „Die Sicherheit steht aber ganz klar im Vordergrund.“

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Die Unwetterwarnung hat die Stufe 3 von 4. Der Deutsche Wetterdienst rät:

  • Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.
  • Achte besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließe alle Fenster und Türen!
  • Sichere Gegenstände im Freien!
  • Halte insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen.
  • Vermeide möglichst den Aufenthalt im Freien!

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Worauf müssen wir uns einstellen?

Sturmtief "Friederike" dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief "Xavier" im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Donnerstagmorgen.

Er gehe nicht davon aus, dass "Friederike" ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne. Beim Sturm "Xavier" waren im Herbst sieben Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste getötet worden, der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt.

Von einer Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Bei den Windgeschwindigkeiten könnte "Friederike" durchaus das Niveau von "Xavier" erreichen, sagte der Meteorologe. Der DWD warnt in vielen Teilen des Landes vor Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern, die in Hochlagen auch heftiger werden können - im Harz bis 160 Stundenkilometer.

Das Sturmtief habe auch Schnee im Gepäck, sagte Eifried. In Kombination mit kräftigem Wind könne es in Hochlagen ab Nachmittag zu Schneeverwehungen kommen.

Wann kommt der Sturm?

Seiner Vorhersage zufolge trifft der Sturm am Morgen auf den Südwesten Niedersachsens und den Westen von Nordrhein-Westfalen.

Er ziehe danach "in einem breiten Streifen von West nach Ost".In Regionen, denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

 
 

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