Mehr Polizei-Präsenz? So reagieren die Behörden in NRW auf den Terror in Straßburg

Polizeibeamte sichern den Essener Weihnachtsmarkt. (Archivbild)
Polizeibeamte sichern den Essener Weihnachtsmarkt. (Archivbild)
Foto: Gottfried Czepluch / imago/Gottfried Czepluch

Nach dem Straßburger Terroranschlag werden die Sicherheitsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen nach einer erster Einschätzung des Innenministeriums zunächst nicht weiter erhöht.

„Wir haben unsere Polizeibehörden schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte angewiesen, deutlich mehr sichtbare Präsenz zu zeigen“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Dies sei auch umgesetzt worden.

„Wir werden das genau beobachten“

Es gebe keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne in NRW, gleichwohl eine abstrakt hohe Gefahr. „Wir werden das ganz genau beobachten, wie sich die Lage weiter entwickelt“, betonte der Sprecher des Innenministeriums.

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Keine Hinweise der Straßburger Schüsse zu NRW

Wenn es erforderlich sein sollte, werde auf eine veränderte Sicherheitslage entsprechend reagiert. Es gebe keine Hinweise auf einen Bezug der Straßburger Schüsse zu NRW.

Auch bei der Bochumer Polizei wurden die Sicherheitsvorkehrungen neu bewertet. Doch auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt sei die Sicherheitslage unter Kontrolle, so ein Polizei-Pressesprecher. Mobile Sperren sollen hier weiterhin Terrorangriffe verhindern. Eine konkrete Bedrohungslage gebe es nicht.

Auch in Dortmund sieht es ähnlich aus. Polizei, Stadt, Ordnungsamt und Feuerwehr haben sich nach den Ereignissen erneut abgesprochen. Doch eine Polizei-Sprecherin betont auch: Das Thema sei nicht neu und mögliche Szenarien natürlich auch im diesjährigen Sicherheitskonzept aufgenommen worden. Und deshalb halten die Behörden an den bereits getroffenen Sicherheitsvorkehrungen fest.

Darüber hinaus wurden die Sicherheitskräfte aber nach dem Terror in Straßburg sensibilisiert. „Wenn Bürger nachfragen, sind sie darauf vorbereitet“, so die Polizei-Sprecherin.

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Straßburg fahndet die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem geflüchteten Täter. Der 29-jährige Mann hatte am Dienstagabend am Rande des Weihnachtsmarkts um sich geschossen und drei Menschen getötet. Zwölf Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. (dpa)

 
 

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