Nach Sprung mit fremdem Kind vor Zug in Wuppertal: Gelsenkirchener (23) kommt in geschlossene psychatrische Klinik

Am Hauptbahnhof in Wuppertal ereignete sich die Tat.
Am Hauptbahnhof in Wuppertal ereignete sich die Tat.
Foto: imago/Westend61

Wuppertal. Er entriss einer Familie am Wuppertaler Hauptbahnhof am Donnerstagabend ihr ältestes Kind (5) und sprang mit ihm vor einen fahrenden Zug: Der zuständige Richter hat nun angeordnet, den Mann (23) aus Gelsenkirchen einstweilig in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung unterzubringen. Das teilte die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Polizei Wuppertal jetzt mit.

Der Täter wurde widerstandslos festgenommen und äußerte sich zu der Tat bislang noch nicht. Somit sind die Motive weiterhin unklar. „Wir gehen davon aus, dass keine politische oder religiöse Motivation hinter der Tat steckt“, so die Sprecherin.

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Auch persönliche Gründe halten die Beamten für unwahrscheinlich: „Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kannten sich der Täter und die Familie nicht.“

Was war passiert?

Ein Mann (23) aus Gelsenkirchen hatte einer Familie am Wuppertaler Hauptbahnhof ihr ältestes Kind (5) entrissen und war mit ihm vor einen einfahrenden Zug gesprungen.

Die Eltern hatten mit dem Kind und seinen beiden Geschwistern (1, 3) am Gleis auf einen Zug gewartet, als der Mann um 18.08 Uhr unvermittelt nach dem Kind griff.

Mit dem Jungen aufs Gleisbett gesprungen

Er sprang mit dem Jungen ins Gleisbett, legte sich mit ihm kurz vor dem Zusammenstoß längs zwischen die Schienen und wurde vom Zug überrollt.

Auch, weil der Lokführer sofort eine Notbremsung einleitete, wurde der Junge nur leicht verletzt. Er zog sich Schürfwunden zu.

Der Mann erlitt keine Verletzungen, wurde von Zeugen festgehalten, bis die Polizei eintraf.

Die Wuppertaler Eltern werden von Seelsorgern betreut.

Was wissen wir über den Mann?

Der Mann (23) ist vor mehreren Jahren aus Indien nach Deutschland gekommen und lebt in Gelsenkirchen. „Er ist auch schon mehrfach straffällig geworden.“ Mit welchen Taten, wollte die Polizei nicht sagen.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes dauern an.(göt/jk/dso)

 
 

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