Düsseldorf

Neue Betrugs-Welle verunsichert Sparkassen-Kunden – Verbraucherzentrale warnt: So erkennst du die Abzocke

Kunden der Sparkasse werden in NRW mit einer Welle von betrügerischen Mails überschüttet. (Symbolfoto)
Kunden der Sparkasse werden in NRW mit einer Welle von betrügerischen Mails überschüttet. (Symbolfoto)
Foto: imago/Rainer Unkel

Düsseldorf. Eine neue Welle von Phishing-Mails verunsichert derzeit Kunden der Sparkasse in NRW. Abzocker haben sich eine neue Masche ausgedacht – und sind damit offensichtlich häufig erfolgreich.

Mails mit dem Betreff „Wichtige Mitteilung zu ihrem Kundenkonto“ gehen aktuell an viele Kunden der Sparkasse raus. Darin heißt es, es habe ungewöhnlich viele Log-In-Versuche von einer IP-Adresse aus Polen gegeben.

Sparkasse: Kunden durch Phishing-Mails verunsichert

Diese Fake-Meldung ist verbunden mit der Aufforderung, sich online zu verifizieren. Andernfalls wäre eine kostenpflichtige Freigabe in einer Sparkassen-Filiale nötig.

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Eine ähnliche Phishing-Mail geht seit vergangenem Wochenende rum. Dort heißt es, das Sparkassen-Konto sei eingefroren worden und man solle seine Kundendaten eingeben, „um die Sicherheit Ihres Kundenkontos auch weiterhin gewährleisten zu können“.

Diese Mail gibt es auch mit den Betreff-Varianten:

  • „Handlungsbedarf – Datenschutzaktualisierung“
  • „Registrierung Ihrer Kreditkarte notwendig!“
  • „Registrieren Sie jetzt Ihre Kreditkarte!“
  • „Sparkasse Kundenservice: Ihr Konto wurde eingefroren“
  • „Ihr Sparkassen Konto benötigt Ihre Hilfe!“

Die Verbraucherzentrale NRW warnt nun die Kunden der Sparkasse. Fall nicht auf diese Phishing-Abzocke rein! Klicke auf keinen Link, gib keine Daten ein und verschieb die Mail einfach in deinen Spam-Ordner.

Sparkasse: Phishing-Welle reißt nicht ab

Bereits Anfang Oktober hatte die Verbraucherzentrale vor einer Welle von Phishing-Mails an Kunden der Sparkasse gewarnt. Viele betrügerische Mails sind besonders perfide, weil der Kunde mit Namen angesprochen wird.

Auch in diesen Abzocker-Mails wurde zur Verifizierung über einen Link aufgefordert. Weitere Details dazu kannst du hier nachlesen.

Sparkassen-Kunden werden immer wieder Ziel von groß angelegten Phishing-Versuchen. Die Betrüger schreiben zigtausende Kunden an, in der Hoffnung, ein paar Opfer überrumpeln zu können.

Sparkasse ändert Verfahren bei Bargeld-Abhebungen

In diesem Sommer änderte die Sparkasse das Verfahren bei Bargeld-Abhebungen. Alle Sparkassen-Geldautomaten wurden auf eine neue Software umgerüstet.

Seitdem müssen Kunden zuerst den Betrag eingeben und erst dann die Pin. Vorher war das umgekehrt. Die Umstellung erfolgt aus Sicherheitsgründen (hier erfährst du mehr).

Die Sparkassen betreiben in Deutschland fast 10.000 Filialen, inklusive der SB-Filialen sind es sogar über 13.000 Standorte.

Zuletzt wurde auch immer mehr Personal abgebaut. Hatten die Sparkassen 2004 noch über 260.000 Mitarbeiter waren es 2017 nicht einmal mehr 230.000. (fel)

 
 

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