Vater (32) schließt Säugling in Auto ein – bei 33 Grad im Schatten

In Senden (Münsterland) hat ein Vater sein kleines Kind im Auto eingeschlossen.
In Senden (Münsterland) hat ein Vater sein kleines Kind im Auto eingeschlossen.
Foto: Imago

Senden. Schlimmer Zwischenfall in Senden (Münsterland). Wie die Polizei berichtet, meldeten Zeugen am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr, dass ein Säugling allein in einem verschlossenen Auto saß - und das bei einer Außentemperatur von 33 Grad im Schatten.

Die Frau bemerkte auf dem Aldi-Parkplatz zufällig einen Rettungswagen und machte direkt auf die Situation aufmerksam. Die Sanitäter halfen sofort und wollten das Kind aus dem Auto befreien. Doch kurz bevor sie die Scheibe einschlagen konnten, traf der Vater des Kindes ein.

Senden: Baby war nassgeschwitzt

Bedrückend ist, dass er sein Kind in der Hitze allein ließ, um einkaufen zu gehen. Die Sanitäter untersuchten das schlafende aber völlig nassgeschwitzte Kind, dem es zum Glück gut ging.

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Die Sanitäter erstatteten gegen den Vater trotzdem Anzeige wegen Körperverletzung und Misshandlung von Kindern.

Ähnlicher Vorfall in Baden-Württemberg

Zu einem ganz ähnlichen Vorfall kam es vor wenigen Tagen auch in Jestetten (Baden-Württemberg). Dort ließen Eltern ihr sieben Jahre altes Kind auch allein im Auto zurück, trotz 34 Grad im Schatten.

Sie wollten ebenfalls einkaufen gehen. Auch hier konnten das nassgeschwitzte Kind ohne weitere Verletzungen gerettet werden. (fel)

 
 

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