Schwere Vorwürfe gegen NRW-Agrarministerin: Tierschützer veröffentlichen schockierende Aufnahmen von ihrem Hof

Ein auf „Stern TV“ gesendeter Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking.
Ein auf „Stern TV“ gesendeter Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking.
Foto: dpa/Symbolbild
  • „Stern TV“ zeigt schockierende Videoaufnahmen vom Hof der NRW-Agrarministerin
  • Schweine mit offenen Wunden laufen durch engen Stall
  • So rechtfertigt sich der Mann der Ministerin

Steinfurt. Die Tierschutzorganisation „tierretter.de e.V." erhebt schwere Vorwürfe gegen die neue NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking.

Heimlich gefilmte Aufnahmen zeigen geschundene Schweine auf dem Hof der 40-Jährigen im münsterländischen Steinfurt.

Tiere nagen sich im Video gegenseitig an

Die Sendung „Stern TV“ zeigte das Videomaterial von blutenden und dreckigen Schweinen, die mit offenen Wunden durch ihren Stall irren.

Die in großer Enge lebenden Tiere nagen sich gegenseitig an. Teilweise sei sogar die Wasserversorgung für die Tiere abgestellt worden. Wie genau die schockierenden Aufnahmen entstanden sind, ist allerdings unklar.

„Umfangreiche Handlungen zum Wohle der Tiere“

In einer Stellungnahme bestätigt Frank Schulze Föcking, Ehemann der NRW-Landwirtschaftsministerin, die Verletzungen: „In einem kurzen Zeitraum des ersten Halbjahres 2017 kam es innerhalb der Mast des Betriebes zu außergewöhnlichen Krankheitsverläufen, die umfangreiche Handlungen zum Wohle der Tiere erfordert haben. Der Betrieb war erstmalig in dieser Form und in diesem Ausmaß von solchen Krankheitsverläufen betroffen. Auch deswegen haben die außergewöhnlichen Bilder von einzelnen erkrankten Tieren bei uns große Betroffenheit ausgelöst.“

Kreisveterinäramt prüfte den Betrieb

Man fühle sich „aus tiefer Überzeugung dem Wohl der Tiere verpflichtet“. Außerdem weißt Schulze Föcking darauf hin, dass das zuständige Kreisveterinäramt den Stall regelmäßig kontrolliere.

Bei der letzten Überprüfung am 7. Juli habe es keine Beanstandungen gegeben. Dabei werden sowohl die Tiere als auch Dinge wie Futter, Wasserzufuhr und Belüftung überprüft. Das bestätigt eine Sprecherin des Kreises Steinfurt gegenüber DER WESTEN. Dabei habe es sich um eine Routine-Untersuchung gehandelt.

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