Schützen im Wartestand

Hagen..  Die Überarbeitung der Schießstandrichtlinie lässt auf sich warten. Thomas de Maizière (CDU), zuständiger Bundesinnenminister, hat den beiden südwestfälischen SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag und Dirk Wiese jetzt auf Anfrage mitgeteilt, dass es noch mindestens zwei Jahre dauern werde, bis die neue Richtlinie vorliegt. Die Schützenvereine fürchten, dass neue Vorgaben unter anderem Modifikationen an den Kugelfängen notwendig machen und damit erhebliche Kosten zur Folge haben. Auch die Frage der Größe des Schützenvogels sei in diesem Zusammenhang noch nicht vom Tisch, sagte Wiese gestern dieser Zeitung.

Die beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ­angesiedelte Expertenarbeitsgruppe habe mehr als 160 Änderungsvorschläge zu den Schießstandrichtlinien ­eingereicht, schrieb de Maizière. Diese sollen nun nach Wichtigkeit ­eingeteilt und mit den ­Verbänden ­abgesprochen werden, die nicht Mitglied der Gruppe sind.

Kritik an geplanten Änderungen

Wiese geht davon aus, dass bis zum Abschluss der Arbeiten Übergangsfristen gelten, „und die Schützenfeste in ihrer bisherigen Form stattfinden können“. Die Schießstandrichtlinie wird auch deshalb modifiziert, weil in Südwestfalen starke Kritik an den geplanten Änderungen laut wurde.

 
 

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