„Schlechter Witz“: So reagieren Eltern auf das Verhalten der Schulen beim Orkan „Friederike“

Sturmtief „Friederike" hinterließ nicht nur Spuren der Verwüstung in den Revierstädten: Auch die Schulkinder im Ruhrgebiet hatten gestern alles andere als Unterricht nach dem Lehrplan. Foto: Kerstin Bögeholz /Funke Foto Services
Sturmtief „Friederike" hinterließ nicht nur Spuren der Verwüstung in den Revierstädten: Auch die Schulkinder im Ruhrgebiet hatten gestern alles andere als Unterricht nach dem Lehrplan. Foto: Kerstin Bögeholz /Funke Foto Services
Foto: Kerstin Bögeholz
  • Jörg Kachelmann hat das Verhalten vieler Schulen während des Orkans scharf kritisiert
  • Viele Eltern geben ihm Recht

Der Moderator und Meteorologe Jörg Kachelmann hat die Schulen in NRW scharf kritisiert. In einem Tweet bezeichnet er die Lehrer und Schulleitungen als „Betreiber aktiver Sterbehilfe“. Denn einige Schulen haben die Kinder zu einem Zeitpunkt nach Hause geschickt, an der Orkan „Friederike“ besonders heftig wütete.

Viele Facebook-Nutzer geben Kachelmann Recht.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Bahn muss gestrandeten Fahrgästen Übernachtung zahlen

GEW: Umgang mit „Friederike“ brachte Schüler in Gefahr

-------------------------------------

„Die Formulierung aus Arnsberg hätte heißen müssen: Alle Schulen bleiben geschlossen“, „Warum Kinder mittendrin nach Hause holen? Was und wo ist es gefährlicher - zu Hause, in der Schule oder auf dem Weg dahin/davon? Alles wieder typisch deutsch!“ und „Es ist ein schlechter Witz, trotz Unwetterwarnungen die Schule erst zu öffnen und dann die Kinder doch früher abholen zu lassen! Mitten im stärksten Sturm! Entweder auf oder zu!“ - das sind nur einige Kommentare von DER WESTEN-Lesern auf Facebook.

Viele stimmen Kachelmann zu. Sie erachten das Verhalten der Schulen als absolut verantwortungslos.

Andere appellieren an den eigenen Verstand

Andere stimmen dem ebenfalls zu, appellieren aber auch an die Eigenverantwortung der Eltern.

„Er hat vollkommen Recht. Aber wo bleibt die Eigenverantwortung der Eltern? Wenn ein Orkan angesagt ist, schicke ich mein Kind gar nicht erst in die Schule, egal was die sagen“, „Eltern sind erwachsen und mündig. Und somit sollten sie es schaffen, Gefahren einzuschätzen und im zweifel die Kinder zu Hause zu lassen“, „Kann hier jemand noch selbst denken? Wenn ich entscheide, mein Kind bleibt zuahuse, weil es draußen zu gefährlich ist, dann ist das so. da brauche ich keine Behörde, die für mich denkt.“

Eltern stimmen Kachelmann zu

Eine Nutzerin kann dann aber doch noch etwas Positives über die Schulen sagen - jedenfalls gelte das für Duisburg: „Wir haben eine Mail von der Schule bekommen, dass die Kinder erst um 16 Uhr abgeholt werden dürfen. Dass es den Kindern gut geht und sie nicht in den Außenbereich dürfen... und alles verriegelt und verrammelt ist. Vorbildlich!“ (fb)

 
 

EURE FAVORITEN