Sauerland: Frau will nur einen neuen Job – sie ahnt nicht, auf was sie sich einlässt

Als die Frau endlich einen passenden Job findet, schickt sie alle erforderlichen Unterlagen ein. Doch das war ein riesiger Fehler. (Symbolbild)
Als die Frau endlich einen passenden Job findet, schickt sie alle erforderlichen Unterlagen ein. Doch das war ein riesiger Fehler. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / YAY Images

Iserlohn. Jobbetrug im Sauerland!

Die Jobsuche ist in Corona-Zeiten besonders schwer. Da heißt es für die Arbeitssuchenden aufatmen, wenn endlich die passende Stelle gefunden ist. Eine Frau aus dem Sauerland musste jetzt jedoch schmerzlich feststellen, dass man von machen Online-Anzeigen lieber die Finger lässt.

Sauerland: Miese Betrugsmasche!

Kurz vor Silvester fand eine junge Frau aus Iserlohn ein Online-Inserat für eine Stelle als Produkttesterin. Kurzerhand schickte sie zur Anmeldung für den Nebenjob alle erforderlichen Unterlagen inklusive eines Scans ihrer Personalausweises und ihrer Unterschrift ein.

+++Essen: Frau brennen am Hochzeitstag die Sicherungen durch – Richter: „Angeklagte hat Mordgelüste entwickelt“+++

------------------------

Das ist das Sauerland:

  • Mittelgebirgsregion in Westfalen mit etwa 885.000 Einwohnern
  • besteht aus dem früheren katholischen Herzogtum Westfalen und der früheren protestantischen Grafschaft Mark
  • höchste Erhebungen liegen im Rothaargebirge
  • viele Waldgebiete und Stauseen
  • geprägt von mittelständischer Industrie
  • größte Städte: Iserlohn, Arnsberg, Lüdenscheid, Schmallenberg und Brilon

------------------------

Seit Mitte Januar erhält sie nun regelmäßig Post von Banken oder Plattformen, die mit Kryptowährungen handeln. Der neue Arbeitgeber hat im Namen der 26-Jährigen Konten eröffnet und dazu die übersendeten Daten der Frau genutzt.

+++Lieferando in Köln: Frau bekommt 21 Lieferungen an einem Tag – dahinter steckt ein mieser Bestell-Trick+++

Als die junge Iserlohnerin dies feststellte, kündigte sie telefonisch den Job. Doch am Telefon wurde ihr mitgeteilt, dass sie im Falle einer Kündigung alle bereits erhaltenen Zahlungen zurücküberweisen müsse. Daraufhin erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei. Diese ermittelt nun in der Sache.

Die Polizei warnt davor, auf Anzeigen als vermeintliche Produkttester zu reagieren. Von der Pressestelle der Polizei Märkischer Kreis heißt es: „Tatsächlich sollten sich die vermeintlichen "Tester" aber keine allzu große Hoffnung machen auf eine Flut von Parfum- oder Shampoo-Proben. Viel öfter geht es den Anbietern um private Daten. Die sind im Internet-Zeitalter Gold wert. Ausweisdaten und Unterschriften wie im Fall der Iserlohnerin lassen sich erst recht missbrauchen und vergolden.“

---------

Mehr News aus NRW:

Essen: Schwere Vorwürfe gegen Ärzte – wollten Mediziner SIE in der Impf-Reihenfolge bevorzugen?

Kölner Bundestags-Abgeordneter schießt gegen Philipp Lahm: „Name ist Programm“

Ruhrgebiet: Kleiner Junge brutal ausgeraubt – erschreckend, wer dahintersteckt

---------

Anscheinend steht die junge Frau mit ihren Erfahrungen nicht alleine da. Die Polizei meldet, dass schon viele Leute durch die unbedachte Preisgabe ihrer persönlichen Daten Komplizen von Kriminellen geworden sein. „Das merken Opfer oft erst dann, wenn gegen sie wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt wird.“

 
 

EURE FAVORITEN