Weniger Schüler, jüngere Lehrer

Düsseldorf..  Eltern und Alleinerziehende melden ihre Kinder immer früher in der Kita oder bei einer Tagesmutter an. Bereits jedes fünfte einjährige Kind hatte 2014 zeitweise eine Tagesbetreuung. Knapp 50 Prozent der Zweijährigen besuchten regelmäßig die Kita. Für fast alle Kleinstkinder unter einem Jahr übernimmt aber die Familie weiter die ganztägige Obhut: Nur 1,9 Prozent der Unter-Einjährigen in NRW wurden zeitweise außerhalb der Familie betreut. Insgesamt befanden sich im März 2014 mehr als 554 000 Kinder in Kitas.

Nach dem Bildungsreport 2014 hat der Besuch einer Kindertageseinrichtung für die meisten Eltern eine hohe Bedeutung für den weiteren Bildungsweg der Kinder. 2014 gingen mehr als 92 Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren in eine Kita. Ein wichtiger Beitrag auch zur Integration: Jedes dritte Kind hat mindestens ein Elternteil, das nicht in Deutschland geboren wurde – 24 Prozent leben in einem Haushalt, in dem überwiegend nicht Deutsch gesprochen wird.

Durch den langjährigen Geburtenrückgang ist die Zahl der Schüler in NRW erstmals seit 20 Jahren wieder knapp unter die Zwei-Millionen-Marke gesunken. Mitte der 70er Jahren unterrichteten die allgemeinbildenden Schulen noch 2,6 Millionen Schüler. Besonders stark sank die Zahl der Grundschüler: Mit 625 000 gab es nur noch halb so viele Erst- bis Viertklässler wie im „Boomjahr“ 1972. Erstmals meldete NRW im vergangenen Schuljahr mehr Gesamt- als Realschüler. Während nur 16 Prozent der Realschulen in NRW eine Übermittagbetreuung anbieten können, sind dies an Gesamtschulen annähernd 100 Prozent.

Erfreulich: Das Durchschnittsalter der Lehrer in NRW ist im vergangenen Jahr erstmals wieder leicht zurückgegangen. Die knapp 157 000 hauptberuflichen Lehrer waren im Schnitt 46,2 Jahre alt.

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